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Robert Lug monierte, dass Bürgermeister Michael Müller (CSU) die freiwillige Aufgabe Eisstadion der Pflichtaufgabe Mittelschule vorziehe. CSU-Fraktionssprecher Volker Reeh bezeichnete die Aussage als „vollkommenen Blödsinn“.

Mittelschule: „Schneller geht‘s nicht“

CSU verteidigt Haushaltspolitik des Bürgermeister

Fraktionssprecher Robert Lug hatte am FW-Stammtisch moniert, dass Bürgermeister Michael Müller (CSU) die freiwillige Aufgabe Eisstadion der Pflichtaufgabe Mittelschule vorziehe. „Vollkommener Blödsinn“ meint CSU-Fraktionssprecher Volker Reeh. 

Geretsried – Reeh stellte am Sonntag beim CSU-Stammtisch im Gasthaus Geiger klar: „Die Planung fürs Eisstadion ist fertig, mit der Planung für die Mittelschule können wir jetzt erst anfangen.“ Zusammen mit der Schule müsse ein aufwändiges Raumprogramm erarbeitet werden, dann könne ein Förderantrag bei der Regierung von Oberbayern gestellt werden. Erst danach könnten die Arbeiten für den Ersatzbau, in den die Schüler während der Sanierung ausweichen sollen, ausgeschrieben werden. „Das heißt, mit dem Interimsbau kann frühestens 2019 begonnen werden. In diesem Jahr sind ja auch rund drei Millionen Euro im Haushalt eingestellt“, so der CSU-Haushaltsexperte Reeh. „Schneller geht es einfach nicht“, pflichtete Stadträtin Sabine Lorenz bei: „Wir haben erst im Oktober vergangenen Jahres entschieden, dass die Mittelschule renoviert wird. Wir haben das Thema in der CSU wahnsinnig angeschoben.“

Ein Jahr intensiver Bautätigkeit – erst durchplanen, dann bauen

Volker Reeh Der CSU-Fraktionschef bezeichnet die Aussagen seines FW-Kollegen Robert Lug als „Blödsinn“. 

Das nächste Jahr wird nach Reehs Einschätzung ein Jahr intensiver Bautätigkeit. Im Frühjahr 2018, so glaubt er, wird der erste Spatenstich für das interkommunale Hallenbad getan, 2020 wäre Eröffnung. Im Sommer 2018 könnte das Dach aufs Eisstadion montiert werden. Gleichzeitig würden die Arbeiten zur Aufstockung der Karl-Lederer-Grundschule (geplant für 2017 und 2018) auf Hochtouren laufen. Das alles bedeute eine enorme Anstrengung für die Verwaltung, stellte Reeh fest. Dass die mit rund vier Millionen Euro veranschlagten Kosten für das Eisstadion steigen werden, wie von den Freien Wählern befürchtet, glaubt der CSU-Fraktionssprecher nicht. Beim Stadion wie bei der Mittelschule gelte es, alles erst komplett durchzuplanen und danach mit dem Bauen anzufangen. „Dann wird das eine Punktlandung wie beim Feuerwehrhaus an der Elbestraße und kein Fiasko wie beim Berliner Flughafen“, meinte Reeh.

Sieben Millionen Euro für Grund- und Mittelschule

Auch CSU-Stadtrat Wolfgang Möckel wies den Vorwurf der Freien Wähler, die Pflichtaufgaben zu vernachlässigen, zurück. Die Stadt investiere in den nächsten Jahren insgesamt rund sieben Millionen Euro in die Adalbert-Stifter-Mittelschule und in die Karl-Lederer-Grundschule, rechnete Möckel vor. Sein Stadtratskollege Franz Wirtensohn lobte den Bürgermeister dafür, dass er die Gewerbesteuer-Mehreinnahmen dafür nutze, lange aufgeschobene Projekte wie das Eisstadion anzupacken: „Wenn es soweit ist, haben wir den Rücken frei für die beiden Großprojekte B11-Verlegung und S-Bahn-Verlängerung.“ 

Von Tanja Lühr

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