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Mit „oben ohne“ ist bald Schluss: Das Geretsrieder Eisstadion wird eingehaust.

Neuer Nährboden für Eissport

Dach für Geretsrieder Eisstadion: ESC-Verantwortliche erleichtert

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Es ist beschlossene Sache: Das Geretsrieder Eisstadion wird für rund sechs Millionen Euro eingehaust und saniert. Die Verantwortlichen haben große Pläne für die Zukunft.

Geretsried – Der Dienstag war ein guter Tag für den ESC Geretsried – und nicht nur für ihn. „Auf diese Nachricht haben unzählige Eissportfreunde gewartet“, frohlockt ESC-Sprecher Kevin Olivo nach dem Stadtratsbeschluss. Demnach wird das seit dem Horrorwinter 2006 – Stichwort Stadion-Tragödie in Bad Reichenhall – offene Heinz-Schneider-Eisstadion für rund sechs Millionen Euro eingehaust und saniert. In zwei Jahren soll die Arena ein Dach haben, ein Jahr später alles fertig sein. Olivo: „Das heißt im Umkehrschluss, dass die Saison 18/19 die letzte unter freiem Himmel sein wird.“ Eine letzte Hürde sei jedoch noch zu nehmen: Das veranschlagte Budget müsse erst die Haushaltsberatungen passieren.

ESC-Vorsitzender: „Die Weichen werden neu gestellt“

Tommi Stöber ist dennoch erleichtert. Mit der Entscheidung des Stadtrats habe das schier endlose Warten ein Ende, sagt der Klubchef. „Das Dach wird schon bald Realität, und für den ESC werden die Weichen neu gestellt.“ Er und seine Vorstandskollegen seien Bürgermeister Michael Müller und den Stadträten sehr dankbar. „Vor allem aber bedanken wir uns bei Stefan Strobl und Rico Lewald, die von Anfang an im Arbeitskreis Stadiondach dabei waren“, sowie „bei allen ehrenamtlichen Helfern, die seit dem Rückbau des Daches dazu beigetragen haben, den Spielbetrieb aufrecht zu erhalten.“ Ohne diesen sehr hohen Aufwand an privater Freizeit könne man heute nicht sagen: „Ja, wir haben es geschafft.“

Abgesehen vom neuen Dach wird das Stadion komplett eingehaust, „was gerade hinsichtlich der Regulierung des Klimas in der zukünftigen Eishalle enorm wichtig ist“, sagt Stöber. Zudem werden die Kabinen – wo noch nicht geschehen – renoviert sowie die komplette Haustechnik überarbeitet. Das Stüberl wird komplett abgerissen und durch einen Neubau am jetzigen Standort ersetzt. Ähnlich verhält es sich mit dem VIP-Stüberl und der Geschäftsstelle auf der gegenüberliegenden Stadionseite. Zusätzliche Gäste-Toiletten und eine neue LED-Lichtanlage erhält die Arena auch.

Betriebsleiter ist „überglücklich“

Rico Lewald merkt man die Erleichterung ebenfalls an. Der Betriebsleiter und Vorsitzende des Stadionvereins ist „überglücklich über die getroffene Entscheidung“. Das Stadion wieder einzuhausen und zu einem Großteil zu sanieren, sei der „richtige Schritt“. Damit biete die Politik dem Eissport in Geretsried „wieder den Nährboden, den er braucht, um zu wachsen und an alte Erfolgsgeschichten anzuknüpfen“.

Für sein Team und ihn, so Lewald, „werden die nächsten beiden Jahre wieder viele Herausforderungen bringen. Wir freuen uns darauf und werden alles dafür tun, um die Stadt weiterhin zu unterstützen, damit unser Geretsrieder Eisstadion in zwei Jahren wieder in neuem Glanz erstrahlen kann.“ Beim ESC hofft man, dass das neue „alte Stadion“ auch die sehr gute und intensive Nachwuchsarbeit erleichtert und weiter ankurbelt. „Wir können dann wieder früher im Jahr und gesichert Trainingszeiten anbieten und durchziehen“, sagt Klubsprecher Olivo.

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