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Der Jugendrat wird wohl mangels Interesse keine Fortsetzung finden. Vielleicht wird im Herbst ein neuer Anlauf genommen. 

Nur sechs Interessenten haben sich gemeldet

Darum bedauert die CSU das Aus für den Jugendrat

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Geretsried - Der Geretsrieder Jugendrat steht mangels Interesses wohl vor dem Aus. Die CSU bedauert das sehr. So gebe es eine Möglichkeit weniger, junge Leute an die Politik heranzuführen.  

CSU-Ortsvorsitzenden Ewald Kailberth hat es „traurig gestimmt“, in der jüngsten Stadtratssitzung von Jugendreferentin Heidi Dodenhöft zu erfahren, dass wohl kein Jugendrat mehr zustandekommt. Minimum acht Jugendliche hätten sich melden müssen, es waren aber nur sechs, die sich bereit erklärt haben, mitzumachen. Kailberth fand das wahrscheinliche Aus sehr schade, weil er es als wichtig erachtet, „junge Leute an die Politik heranzuführen“.

Die Schüler-Union könnte eine Alternative sein 

Das mangelnde Interesse erklärt er sich so, dass Kinder und Jugendliche heutzutage fast schon „den Arbeitstag eines Erwachsenen“ zu bewältigen habe, da bleibe einfach wenig Zeit. Dr. Sabine Gus-Mayer sagte: „Wir haben wirklich alle Kanäle ausgereizt. Es hat sich niemand gefunden.“ JU-Kreisvorsitzender Andreas Ofenbeck wies daraufhin, dass die Suche nach Interessenten in eine ungünstige Zeit gefallen sei. „Im Frühjahr haben alle Stress mit den anstehenden Prüfungen.“ Eine bessere Option sei der Herbst. Wer Interesse habe, in die Politik hineinzuschnuppern, sei in der JU oder in der Schüler-Union (ab zwölf Jahre) herzlich willkommen. „Eine konservative Grundausrichtung schadet nicht, ist aber nicht zwingend Voraussetzung.“

Im Herbst soll ein neuer Anlauf unternommen werden

Stadtrat Franz Wirtensohn brachte Verständnis für die Jugendlichen auf. „Mich hat Politik in der Jugend überhaupt nicht interessiert“, sagte er. Die Erzählungen seines Vaters, der 1948 aus der sibirischen Kriegsgefangenschaft gekommen sei, habe er irgendwann nicht mehr hören können. Auch Ewald Kailberth erzählte, dass Politik erst sein Interesse wecken konnte, als er 30 Jahre alt war. „Damals fiel die Mauer, es waren bewegte Zeiten.“ Er plädierte dafür, sich im Herbst noch einmal auf die Suche nach Interessenten für den Jugendrat zu machen.

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