Musikvielfalt im Farbenrausch: Matthias Well an der Geige und Vladislav Cojocaru am Akkordeon spielten als die „Die zwei Musiktiere“ im Hinterhalt – mit der Kamera festgehalten von Thorsten Thane.
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Musikvielfalt im Farbenrausch: Matthias Well an der Geige und Vladislav Cojocaru am Akkordeon spielten als die „Die zwei Musiktiere“ im Hinterhalt – mit der Kamera festgehalten von Thorsten Thane.

Livestream-Konzert

Die „Musiktiere“ Well und Cojocaru begeistern im Hinterhalt

  • Andrea Weber
    vonAndrea Weber
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Gelting – In Anlehnung an die Musketiere nenen sie sich die „Musiktiere“. Als solche kämpften sie nicht mit dem Degen, sondern mit Klassik, Jazz und Gypsy für die hohe Kunst der Musik in der Geltinger Kulturbühne Hinterhalt: Matthias Well an der Geige und Vladislav Cojocaru am Akkordeon. Sie sind „zwei für alle und alle für zwei“, wie sie sagen, und diese Einigkeit, wie sie einst Athos, Porthos und Aramis bewiesen, war auch bei den beiden musikalisch zu spüren.

Seit einem Jahr spielen die beiden Musiker zusammen. „Viel Konzerterfahrung haben wir also nicht“, sagte Matthias Well mit leichtem Zynismus zu Beginn des Livestreams. Die beiden lernten sich auf einem Musikworkshop am Walchensee kennen. Im ersten Lockdown vergangenes Jahr spielten sie bei Matthias Well in München ein Balkonkonzert. Seitdem nennen sie sich „Die zwei Musiktiere“. Der erste gemeinsame öffentliche Auftritt war im Spätsommer auf den Holzhauser Musiktagen gemeinsam mit Matthias’ Schwester Maria Well – also die neue Generation aus der bekannten Musikerfamilie um Michael Well von der ehemaligen Biermösl-Blosn.

Matthias Well (28) und Vladislav Cojocaru (37), der aus Moldawien stammt, haben an der Musikhochschule München studiert, sind Preisträger und spielen in verschiedenen Formationen. Cojocaru ist außerdem ein erfolgreicher Komponist. Vor laufender Kamera ließen die beiden im Hinterhalt ihre Instrumente in den verschiedensten Stilrichtungen sprechen – mit der explosiven Rhythmik der Gypsy-Musik, mit der Melancholie der irischen Volksmusik, mit dem Anspruch der klassischen Musik sowie mit der Sanftheit des Swings. Sie präsentierten in einem einstündigen Konzert mit Zugaben berühmte Klassiker von Charles Aznavour und Django Reinhardt bis hin zu einer modernisierten eigenen Fassung eines Werkes von Johann Sebastian Bach. Und dies alles mit einer Fingerfertigkeit auf höchstem Niveau.

Es war auch ein Farbenspiel aus Licht und Nebelschwaden, kunstvoll in Szene gesetzt von Ton- und Lichttechniker Hendrik Noeller und perfekt aufgefangen von Kameramann Thorsten Thane. Wolfratshausens Bürgermeister Klaus Heilinglechner hatte in seiner Begrüßung nicht zu viel versprochen: „Habt viel Spaß da draußen in der Welt.“

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