DLRG-Ortsvorsitzender Maiko Alpers.
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Ungewisse Zukunftsaussichten: DLRG-Ortsvorsitzender Maiko Alpers hofft auf eine Gebührenbefreiung.

Jahresversammlung

DLRG hofft auf Einigung in Sachen Belegungsplan und Nutzungsgebühren

Im Pandemie-Jahr 2020 sind der DLRG vor allem Einnahmen aus abgesagten Schwimmkursen weggebrochen. Aber mit Spenden konnte sich der Ortsverband über Wasser halten.

Geretsried – Noch im Juli will Bürgermeister Michael Müller mit Vertretern der Wassersportvereine und Rettungsorganisationen an einem Runden Tisch das Belegungsmanagement und die Nutzungsgebühren für das interkommunale Hallenbad erörtern. Mit dabei ist auch der Ortsverband der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) Geretsried, der in seiner Jahresversammlung erneut auf die Notwendigkeit einer kostenlosen Nutzung hinwies.

Schwimmbadnutzung: Verein soll Vorauszahlung leisten

„Die Stadt möchte eine Vorauszahlung von 63.000 Euro pro Jahr: Ich weiß nicht, woher wir diesen Betrag nehmen sollen“, erklärte Schatzmeister Martin Gerling. Er verwies darauf, dass aufgrund der Corona-Pandemie vor allem Einnahmen aus abgesagten Schwimmkursen weggebrochen sind. Umso erfreulicher sei, dass im vergangenen Jahr rund 29.000 Euro für den Ortsverband gespendet wurden. „Das hat uns gerettet“, sagte Gerling. Auch von einer Austrittswelle blieb die DLRG bisher verschont. Die Mitgliederzahl liegt derzeit bei 454, fast die Hälfte davon ist unter 18 Jahre alt.

Zehn Anfängerschwimmkurse im Jahr 2020

Dass die DLRG trotz der pandemiebedingten Einschränkungen im Jahr 2020 viel geleistet hat, belegte Ortsvorsitzender Maiko Alpers in seinem Jahresbericht. So konnten immerhin noch zehn Anfängerschwimmkurse für Kinder und Erwachsene stattfinden. Um Nachwuchs für den Rettungsdienst anzuwerben, setzt die DLRG auf Kooperationen mit Schulen und Kindergärten aus Geretsried, Königsdorf, Bad Heilbrunn, Tutzing und Bad Tölz. Ein eigenes Lehrteam bildete zehn Schwimm-Ausbildungsassistenten aus. Zudem prüfte die DLRG insgesamt 50 Abzeichen in der Schwimm- und Rettungsschwimmausbildung.

1812 Wachstunden an der Station Lido in Seeshaupt

Präsenz zeigten die Mitglieder von Mai bis Oktober mit insgesamt 1812 Wachstunden an der Station Lido in Seeshaupt. Ausrücken musste die Schnelle-Einsatz-Gruppe (SEG) zu 60 Einsätzen auf dem Starnberger See. Geld und Zeit investierte die DLRG in die Überholung des Rettungsbootes „Seedeifi“. Es wurde in einer 21-stündigen Hin-und-Rückfahrt-Aktion vom etwa 870 Kilometer entfernten Bargteheide (bei Hamburg) nach Geretsried transportiert.

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Rechtzeitig zum 70-jährigen Bestehen des Ortsverbands wird es 2022 eine „DLRG Geretsried Kollektion“ geben. Weitere Prognosen wollte Maiko Alpers vor 21 erschienenen Mitgliedern in der Einsatzzentrale an der Jeschkenstraße nicht geben. „Wir haben leider noch keine Planungssicherheit“, bedauerte der DLRG-Ortschef abschließend. Umso mehr fiebert der Vorstand einem positiven Abschluss des Gesprächs mit dem Bürgermeister entgegen.

ph

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