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Ja, wir sind mit’m Radl da: Die Kreisgruppe des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) hat ein neues Führungstrio. Angeführt wird der Club ab sofort von (v. li.) Josefine Hopfes, Birgit Sachers und Magdalena Rajcsanyi.

Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) hat eine neue Vorstandschaft

Drei Damen treten in die Pedale

Geretsried - Frauenpower beim Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC): Drei Damen bilden die neue Kreisvorstandschaft.

Die meisten der Anwesenden waren mit dem Auto gekommen – für das Fahrradfahren ist es den Mitgliedern der Kreisgruppe des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) im Moment zu kalt. In den Ratsstuben wählten sie im Rahmen ihrer Jahresversammlung einen neuen Vorstand.

Der bisherige Vorsitzende Nikolaus Wiedemann stellte sein Amt zur Verfügung. „Nach zehn Jahren als Vorstand möchte ich mich zurückziehen“, sagte Wiedemann. „Wir haben unzählige schöne Touren gemacht, seit einigen Jahren haben wir eine neue Homepage und wir haben den Loisachradweg geplant“, zählte der scheidende Vorsitzende stolz auf. Vor allem die Radroute durch das Loisachtal sei eine Erfolgsgeschichte. „Es ist angedacht, dass der Weg in das bayerische Radwegenetz aufgenommen wird.“

Verein zählt knapp 240 Mitglieder

Seinen Platz an der Spitze der knapp 240 Fahrradfreunde wird nun ein weibliches Trio einnehmen, das bereits seit einigen Jahren in die Vorstandsarbeit eingebunden ist. Josefine Hopfes, bislang für den Radverkehr in Geretsried zuständig, Magdalena Rajcsanyi, Touren- und Veranstaltungsplanerin des Clubs, sowie Birgit Sachers werden die Geschicke des Vereins in den kommenden zwei Jahren leiten. Unterstützt werden sie von Werner Grimmeiß (Gebietsleiter Wolfratshausen), Gerd Krapp (Gebietsleiter Bad Tölz) und dem Internetbeauftragten Klaus-Dieter Redeker. Für die Finanzen des Clubs ist weiterhin Martin Ziegler zuständig.

"Wir haben noch viel Arbeit vor uns"

Die neue Vorstandschaft hat bereits klar definierte Ziele. „Ich möchte unseren Verein und unsere Aktionen mehr in den öffentlichen Fokus rücken“, kündigte Sachers an. Rajcsanyi ergänzte: „Wir müssen unsere Begeisterung und Leidenschaft für das Fahrradfahren weitergeben.“ Vor allem an jungen Mitgliedern mangelt es dem ADFC. „Ich würde statt der vielen Seniorentouren lieber einmal eine Juniorentour anbieten“, sagte Krapp. „Wir haben noch viel Arbeit vor uns, in großen Teilen des Landkreises ist der ADFC nur stiefmütterlich vertreten.“ Besonders wurmt den Tölzer Gebietsleiter, dass er als Vertreter des Fahrradclubs im vergangenen Jahr zu keinem Treffen mit Vertretern der Stadt eingeladen war. Allerdings: „Immerhin ist der Ausbau der Radwege ein wichtiger Punkt beim neuen Verkehrskonzept. Wir werden sehen, was passiert.“

Wolfratshausen schneidet gut ab

Auch in Wolfratshausen soll das Radstreckennetz ausgebaut werden: Die Stadt ist Teil der Arbeitsgemeinschaft „Fahrradfreundliche Kommunen“. Gebietsleiter Grimmeiß berichtete: „Es gibt zwar noch einige Mängel am Wegenetz, aber es sieht insgesamt gut aus.“ Bei einer Testfahrt der Arbeitsgemeinschaft habe die Loisachstadt „gut abgeschnitten“. Zusammen mit der Bauamtsmitarbeiterin Susanne Leonhard habe er, Grimmeiß, nun einige Projekte angestoßen, um die Situation der Radfahrer zu verbessern. So soll an der Pfaffenrieder Straße ein Fahrradschutzstreifen angebracht werden. Neben der vielen Organisations- und Planungsarbeit soll aber eines nicht zu kurz kommen: das Radeln. „Wir werden wieder viele Touren fahren“, kündigte Wiedemann an. Das Programm stehe bereits.

Dominik Stallein

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