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Mit dem Bau einer Dreifachturnhalle in Geretsried soll es jetzt schnell gehen. 

Geretsrieder Schulzentrum 

Dreifachturnhalle ist beschlossene Sache

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Geretsried - Die Dreifachturnhalle am Schulzentrum wird gebaut. Der Kreisausschuss hat das Vorhaben am Mittwoch einstimmig beschlossen. Allerdings gab es Diskussionen über die Kosten. 

Geretsried – Hauptamts-Leiter René Beysel zeichnete die Entstehungsgeschichte des Projekts nach. „Im Februar 2017 waren wir schon ganz nahe dran“, sagte er. Damals genehmigte der Ausschuss eine bis dahin als ausreichend angesehene DIN-Zweifachturnhalle. Eine Woche, bevor der Kreistag im Mai endgültig zustimmen sollte, wurde die Wiedereinführung des neunstufigen Gymnasiums (G9) festgelegt. Damit stand fest, dass die benötigten Kapazitäten noch einmal überprüft werden müssen – denn anstatt an den Nachmittagen wird künftig der Sportunterricht wieder vermehrt an Vormittagen abgehalten.

Im Juni wurde die Bedarfsanfrage an die Regierung geschickt, am 25. September kam die Antwort: Es wird mehr Raum benötigt. Insgesamt wird damit gerechnet, dass es künftig 105 Sportklassen an den drei Schulen – Realschule, Gymnasium und Förderschule – geben wird. Dadurch macht nur der Bau einer Dreifachturnhalle Sinn. Die Kosten steigen somit auf etwa 9,36 Millionen Euro (ohne Baupreiskostenindex) statt 7,8 Millionen. Es wird einen dritten Umkleidebereich geben. Beysel: „Ich bin zuversichtlich, dass es nun zügig geht.“

Landrat ärgert sich über die Forderungen der Vereine

CSU-Kreisrat Nikolaus Trischberger fragte, wie eine mögliche Kostensteigerung mitgetragen werden könne. „Die Erfahrung zeigt, dass es mehr werden wird.“ Auch der Geretsrieder Robert Lug (Freie Wähler) sagte, auf die Baukosten müsse genau geschaut werden. Derzeit gehe es allen Gemeinden gut, daher sei man leicht geneigt, Projekte abzunicken. Landrat Josef Niedermaier lag noch etwas anderes am Herzen. „Die Halle ist natürlich auch offen für den Vereinssport in Geretsried“, sagte er. „Aber grundsätzlich wird das eine Schulsporthalle werden.“ Er ärgere sich über teilweise an ihn herangetragene Forderungen von Vereinen. Robert Lug sagte: „Die Prioritäten dürfen nicht verrutschen. Es geht hier um den Schulsport, nicht den Vereinssport.“ Der FW-Stadt- und Kreisrat prophezeite einen massiven Druck auf das Schulzentrum im stark wachsenden Stadtteil Gartenberg. „Die Gefahr einer Überkapazität ist gering.“

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