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2016 stellte sich der noch amtierende Jugendrat vor.

„Es wäre jammerschade“

Droht dem Geretsrieder Jugendrat das Aus ?

Die Bewerbungsfrist für den neuen Jugendrat in Geretsried endet am Sonntag. Wenn sich nicht genug Bewerber finden, muss sich das Gremium auflösen. Die Jugend- und Familienreferentin erklärte im Stadtrat, warum das nicht passieren darf.

Geretsried – Die Jugend- und Familienreferentin des Stadtrats, Heidi Dodenhöft (Freie Wähler), bangt um das Fortbestehen des Jugendrats. Im Rahmen ihres jährlichen Berichts appellierte sie in der Stadtratssitzung an alle Geretsrieder Jugendlichen zwischen 14 und 18 Jahren, sich bis Sonntag, 29. April, als Kandidaten zu bewerben (Infos unter www.geretsried.de/jugendrat).

Heidi Dodenhöft Jugend- undFamilienreferentin 

Das Ziel sind acht bis zwölf Jugendratsmitglieder. Bisher gebe es „sechs oder sieben“ Bewerber, berichtete Dodenhöft. Leider sei eine ganze Gruppe von vier jungen Leuten kürzlich wieder abgesprungen. „Es wäre jammerschade, wenn sich von den 1215 von der Stadt angeschriebenen Jugendlichen nicht wenigstens zehn zur Wahl stellen würden“, sagte die Referentin und Betreuerin des Gremiums. In Penzberg habe sich das dortige Jugendparlament mangels Mitgliedern auflösen müssen, mahnte die Stadträtin. Das solle dem Geretsrieder Jugendrat, der Vorbild für Penzberg gewesen und immer noch Vorbild für Wolfratshausen sei, nicht passieren.

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Dodenhöft blickte auf Erfolge, aber ehrlicherweise auch Misserfolge des ersten Geretsrieder Jugendrats zurück. Die geplanten Großveranstaltungen Kino-Open-Air und Young Music Night seien leider auf wenig Interesse gestoßen. Dafür habe der Jugendrat – vor allem dank Sprecher Felix Leipold – mit dazu beigetragen, dass der Landkreis bessere Busverbindungen zwischen den Städten einrichtet (wir berichteten). Die Jugendratsmitglieder seien bei den Kinder- und Jugendtagen aktiv gewesen, hätten sich beim Thema Stadtentwicklung eingebracht und die U18-Wahl vor der Bundestagswahl mitorganisiert.

Höhepunkte der dreijährigen Amtszeit seien für die Mädchen und Buben die Ausflüge in den Landtag, nach Berlin und Brüssel gewesen. Die Gruppe habe auf allen Ebenen Einblick in die Politik bekommen, sagte Dodenhöft. Das Engagement im Jugendrat werde ihnen sicher in ihrem späteren (Berufs-)Leben in vielerlei Hinsicht nützlich sein. Außerdem seien die zehn Mitglieder während ihrer Amtszeit „sehr gut zusammengewachsen“.  tal

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