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Wollen mit den Bürgern Geretsried gestalten: (v. li.) Pensionär Werner Schote, Steuerberater Wolfgang Fröhlich, Rechtsanwalt Dr. Jens Becker-Platen, Ex-Gymnasiallehrer Gerhard Vogel, Wirtschaftsprüfer Michael Josifescu und Unternehmensberater Stephan Heinle.  

Neue Initiative hat sich gegründet

Ein Sprachrohr für die Bürger

Geretsried - „Ich habe das Gefühl, dass sich in Geretsried etwas tun muss“, sagt Dr. Jens Becker-Platen. Der Initiator der Bürgerbewegung „Zukunft. Perspektive. Geretsried“ hat momentan etwa 20 Mitstreiter an seiner Seite.

Geretsried – „Fundamental-Opposition“ wollen die fünf Männer um den Rechtsanwalt Dr. Jens Becker-Platen keine betreiben, wie sie am Montag in einem Pressegespräch betonten. „Wir sind nicht gegen alles und wir sagen auch nicht: Es soll alles bleiben, wie es ist“, erklärt Unternehmensberater Stephan Heinle. Er spielt dabei auf die Gegner der Zentrumsneugestaltung an. Diese seien zwar willkommen, sich in der Bürgerbewegung einzubringen, aber bitte auf konstruktive Art. „Zukunft. Perspektive. Geretsried“ wolle in erster Linie – ähnlich wie 2013 beim Erstellen des Stadtleitbilds 2025 – Ideen sammeln und diese dann an die Stadt herantragen, so Heinle.

Der 51-jährige Sozialpädagoge koordinierte unter der damaligen Rathauschefin Cornelia Irmer von Bürgerseite den Leitbild-Prozess. Er bedauert, dass die Umsetzung der vielen guten Ideen und Ziele mangels Personal in der Stadtverwaltung mittlerweile „eingeschlafen“ sei. Die neutrale, parteiübergreifende Bürgerinitiative wolle an die erfolgreiche Leitbild-Entstehung anknüpfen. Damals hätten sich 150 Menschen beteiligt, es habe Aufbruchstimmung geherrscht, erinnert sich Heinle.

Die Geretsrieder seien unzufrieden, glaubt Becker-Platen. Sie fühlten sich nicht ausreichend einbezogen in die Stadtentwicklung, Informationen würden sie zu spät erreichen. „Wir wollen das Sprachrohr dieser Menschen sein, Mittler zwischen ihnen und der Stadt“, kündigt er an.

Am 25. November können Wünsche geäußert werden

Erstmals Gelegenheit, ihre Wünsche und Ideen öffentlich zu äußern, erhalten die Bürger am Samstag, 25. November. Ab 10 Uhr laden die Zukunftsgestalter in die Ratsstuben zu einem Austausch-Forum ein. Die Münchnerin Dr. Agnes Förster, Architektin mit Schwerpunkt Stadt- und Regionalentwicklung, wird zur Einführung ein Referat halten. Im Anschluss teilen sich die Besucher in Gruppen auf und bearbeiten Themen, die sie interessieren. Die Bürgerinitiative wird ebenfalls ihre Themen vorstellen. Sie reichen von Wohnen über Freizeit und Schulen bis zu Verkehr. „Wir würden uns freuen, wenn viele junge Menschen mitmachen“, sagt Steuerberater Michael Josifescu. Heinle ergänzt, sie sollten nach Studium und Stationen in anderen Städten eines Tages gerne wieder nach Geretsried zurückkehren, weil es dort ein Kino, ein Hallenbad, eine Bowling-Bahn, schöne Grünflächen oder das, worauf sie eben sonst Wert legten, gebe. Eines betont der erfahrene Coach: „Wir wollen auf dieser Veranstaltung positiv reden und konstruktiv in die Zukunft schauen. Für Aggressionen ist kein Platz.“

Demnächst möchte die Bürgerbewegung sich auf einer eigenen Homepage und auf Facebook präsentieren und dort auf alle Termine hinweisen. Tanja Lühr

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