Geretsrieder Unternehmer feiert 90. Geburtstag

Ein Hoch auf Hans-Wolfgang Tyczka

Geretsried/Königsdorf - Mit 150 Gästen und einigen launigen Ansprachen feierte Dr. Hans-Wolfgang Tyczka am Freitag im Posthotel Hofherr in Königsdorf seinen 90. Geburtstag und den 92. Gründungstag der Firma Tyczka.

Der Hauptperson des Tages war es wichtig, dass bei seinem großen Fest das Unternehmen nicht ins Hintertreffen geriet. „Ich weiß nicht, warum sie vor zwei Jahren nicht gefeiert haben. Sie haben wohl ein bisschen gewartet, weil der alte Tyczka vielleicht den Neunzigsten noch erreichen könnte“, sagte der Gefeierte. Dr. Hans-Wolfgang Tyczka präsentierte sich bestens gelaunt und rundum in blendender Verfassung. „Der erste Lack ist ab, aber die Grundierung ist noch gut erhalten“, so die Selbsteinschätzung des 90-Jährigen. „Und wenn mir jemand sagt: Sie sehen aber gut aus, kann ich nur antworten: Im Gesicht fehlt mir ja auch nichts.“

Der Jubilar hinterlässt einen blendenden Eindruck

Während das Publikum noch lachend applaudierte, lieferte der agile Herr am Rednerpult eine weitere Kostprobe seines Humors: „Ein Alter sieht ja oft mehr im Sitzen, als ein junger im Laufen.“ Damit bestätigte der Jubilar, was Dr. Stefan Messer, Chef der Messer Group GmbH und Vorstandsvorsitzender des Internationalen Industriegaseverbands (IOMA) und langjähriger „Freund und Wettbewerber“ festgestellt hatte: „Sie haben ein Alter erreicht, wo andere im Altenheim sitzen. Aber Sie sind wie ein frischer, junger Mann, der das Leben genießt.“

Der Landrat lobt Tyczka für seine Zielstrebigkeit

In unterhaltsamen Ansprachen zeichneten Tyczka-Geschäftsführer Dr. Frank Götzelmann, Landrat Josef Niedermaier und Geretsrieds Bürgermeister Michael Müller ein facettenreiches Bild „einer ganz besonderen Persönlichkeit“. Schon bei seiner ersten Begegnung habe er gespürt: „Rückwärts geht Herr Dr. Tyczka nicht gerne“, sagte Landrat Niedermaier. „Immer weiter gehen, dass ist Ihre Lebensweise. Aber nicht um des Gehens willen, sondern um den Erfolg des Unternehmens voran zu bringen – und seine Mitarbeiter.“ Die danken es ihren Chefs und dem „werteorientierten Führungsansatz des Unternehmens“ seit Jahren mit guten Platzierungen im Wettbewerb „Best place to work“, was, so Niedermaier, ins bayerische übersetzt so viel bedeute wie: „I bin bei Tyczka und da arbeit i gern.“

Der Unternehmer hat die Stadt Geretsried entscheidend mitgeprägt

Bürgermeister Müller hob die Bedeutung der Tyczka-Unternehmensgruppe für die wirtschaftliche Entwicklung Geretsrieds hervor. „Sie haben die Wirtschaftsgeschichte der Stadt entscheidend mitgeprägt und sind ein Vorbild für uns alle“, so Müller. „Ihr Lebensentwurf und Ihr Erfolg als Unternehmer geben ein Beispiel, wie man auf Herausforderungen reagiert.“ Tyczka-Beiratsvorsitzender Dr. Willi Merkel gab zu, er kenne „in Deutschland keinen anderen Unternehmer, der mit 90 Jahren noch mit so viel Engagement mitten im Unternehmen steht“.

Sogar ein Tyczka-Marsch wird angestimmt

Die Tölzer Stadtkapelle umrahmte die Veranstaltung mit flotter Blasmusik und präsentierte den „Tyczka-Marsch“ – eine musikalische Lobeshymne auf das Unternehmen. Dessen Komponist und Tyczkas langjähriger Weggefährte Prof. Josef Zilch gratulierte mit einem „musikalischen Blumenstrauß“ – Improvisationen eines bekannten Geburtstagslieds am Keyboard. Anschließend gab es Geschenke der verschiedenen Unternehmensgruppen.

Ein XXL-Kuchen in Form einer Gasflasche

Der Jubilar bedankte sich höflich, und machte plötzlich große Augen, als eine überdimensionale, feuerrote Gasflasche, umrahmt von einem Feuerwerk, in den Saal geschoben wurde. „Wir wissen ja alle, dass Sie eine kleine Freundin haben“, kommentierte Markus Eder von der Tyczka-Unternehmensgruppe das Geschenk der Mitarbeiter an den Seniorchef – ein riesiger Kuchen in Form einer Gasflasche. „Das ist Ihre Freundin, heute mal für Sie zum Vernaschen.“Rudi Stallein

Rubriklistenbild: © Foto: Hermsdorf

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