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Spektakulär sind die Ballwechsel beim Padel Tennis. In Geretsried kann man sie am Wochenende live und in Farbe sehen. 

Turnier am Wochenende soll Initialzündung sein

Eine Trendsportart soll in Geretsried Fuß fassen

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Geretsried - Padel Tennis ist ein Mittelding aus Tennis und Squash - und in Spanien bereits Sportart Nummer zwei nach dem Fußball. Damit die Trendsportart auch in der Region Fuß fassen kann, hat der Smash-Tennis-Club jetzt zwei Plätze gebaut. Am Wochenende macht die Padel-Serie Station am Königsdorfer Weg. 

Sportfans, denen Padel Tennis nichts sagt, müssen sich nicht grämen. In Deutschland ist die Sportart, ein Mittelding zwischen Tennis und Squash, mehr oder weniger unbekannt. Noch. Geretsried könnte seinen Teil beitragen, dass sich Padel Tennis wie andernorts zu einer boomenden Trendsportart entwickelt. Auf dem Smash-Tennis-Campus (STC) am Königsdorfer Weg stehen zwei nigelnagelneue Plätze. Und dieses Wochenende findet dort ein hochrangig besetztes Turnier statt. „Wir werden Vollgas geben, die Sporart auch in Bayern zu etablieren“, verspricht Christopher Hahn (26) vom STC.

Zurzeit machen viele Radfahrer, die sich an der Isar erholen, am Königsdorfer Weg einen Stopp, um zu schauen, was sich dort auf den blauen Courts tut. Tatsächlich, die Ballwechsel sind spektakulär. Der Platz ist ähnlich groß wie beim Tennis, nur dass auf der Grundlinie eine Glasscheibe in die Höhe gezogen wurde. Über die kann, ganz wie beim Squash, der Ball in das gegnerische Feld zurückgeschlagen werden. Außerdem haben die Bälle etwas weniger Luft, Taktik und Raffinesse sind gefragt. Der große Vorteil gegenüber Tennis: „Lernerfolge lassen sich viel schneller erzielen“, erzählt Christoper Hahn. Durch das Padel (den speziellen Schläger) hat man den Ball näher an der Hand. Oft hat man schon in der zweiten Trainingsstunde Erfolgserlebnisse.

Dass die neue Sportart das Potenzial hat, die breite Masse zu begeistern, lässt sich in Spanien beobachten. Dort war immer Tennis die Sportart Nummer zwei hinter Fußball. Klar, es gibt da ja auch große Vorbilder wie Rafael Nadal. Doch genau das ändert sich gerade, die Padel verkaufen sich neuerdings besser als die Tennisschläger. Das hat Christopher Hahn kürzlich bei einem Gespräch mit einem Ausrüster erfahren. „Das ist schon der Wahnsinn, wie die Sportart vor allem die Kids anspricht.“ Hier will der STC ganz vorne dabei sein.

Der Stützpunkt Geretsried ist der zweite in Oberbayern

Christopher Hahn, Chef des Smasch-Tennis-Club, ist ein Fan der neuen Sportart. 

Apropos Vorbilder: Hahn stammt aus derselben Stadt wie eine der großen deutschen Tennislegenden: Brühl bei Mannheim, die Heimat von Steffi Graf. Die Familie Hahn hat über Generationen hinweg immer schon dem Tennis gefrönt, und so kommt es, dass Steffi Graf – mit 22 Grand-Slam-Titeln eine der erfolgreichsten Tennisspielerinnen überhaupt – auf dem Platz der Familie Hahn trainiert hat. „Sie hat mir sogar das Fahrradfahren beigebracht“, erzählt Christopher. 2011 kam die Familie in den Landkreis, wegen der Liebe zu den Bergen. Seither betreiben die Hahns Tennishallen in Wolfratshausen und Geretsried im Familienbetrieb.

Mit dem Bau der Padel-Tennis-Plätze hat Christopher Hahn ein Alleinstellungsmerkmal in der Region geschaffen. „Es gibt noch einen bei Sport Scheck in München, aber das war es auch schon“, erzählt er. „Wir sind stolz, nach dem Padel Club München der zweite in Oberbayern zu sein.“ Der Verband ist froh, in Südbayern Fuß gefasst zu haben. Der neue Stützpunkt kann der Ausbreitung der Sportart nur nützen. Schon Anfang des Jahres hat sich Hahn darum beworben, dass die Padel-Serie einmal Station in Geretsried macht. An diesem Wochenende ist es so weit. „Wir haben alles getan, dass die Plätze noch fertig werden“, erzählt der STC-Chef.

Also kann es diesen Samstag und Sonntag voll zur Sache gehen. Es werden Padel-Profis aus Hamburg, Freiburg und Karlsruhe anreisen und sich auf dem Gelände des STC packende Ballwechsel liefern. 16 Herren und acht Teams werden sich auf den beiden Plätzen miteinander messen. „Ich freue mich schon total“, sagt Christopher Hahn. Der Anfang der Geretsrieder Padel-Ära – er wird gerade gemacht.

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