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Jubiläum: (v. li.) Sängerin Claudia Sommer feierte mit den Vorstandsmitgliedern Gertrud Bergelt, Antonie Sommerwerk und Hedda Rautenberg sowie zahlreichen Gästen das 30-jährige Bestehen der Krebsnachsorgegruppe.

30 Jahre Selbsthilfegruppe Krebsnachsorge 

„Einer reicht – wenn er der Richtige ist“

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Die Selbsthilfegruppe für Krebsnachsorge feierte ihr 30-jähriges Jubiläum mit einem Gottesdienst in der Geretsrieder Kirche Maria Hilf und einem anschließenden Empfang im gegenüber liegenden Pfarrheim.

Geretsried – „Ihr seid schon etwas Besonderes“, betonte Markus Besseler von der Bayerischen Krebsgesellschaft, der die Gruppe angeschlossen ist. „30 Jahre – da hat schon so manche Sportmannschaft aufgegeben.“

Die Selbsthilfegruppe kümmert sich nicht nur um die Nachsorge, sondern steht dem Patienten schon während der Therapie – Chemo, Bestrahlung – bei. „Eine Umarmung, ein offenes Ohr, sich Austauschen können – wenn die Hoffnung am Boden ist, wenn die Last zu groß ist, ist das Beste ein Mensch, der versteht“, sagte Pfarrer Theo Heckel, der zusammen mit Diakon Clemens Irmer und Pfarrer Georg März in der Kirche Maria Hilf den Gottesdienst feierte. Er verglich die Arbeit der Selbsthilfegruppe mit dem Bibelzitat „Einer trage des anderen Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen.“

Der Seelsorger hat sich „oft gefragt, wann man die Lasten eines anderen trägt“. Er verwendete das Bild eines Umzugs. „Viele Bücherkisten werden auf viele Helfer verteilt – aber es gibt Situationen, in denen ein einziger Mensch genügt; einer, der weiß, was er tut, der Erfahrung hat.“ Heckel verdeutlichte das Abnehmen einer Last mit dem Tragen einer Waschmaschine durch einen engen Treppenaufgang. „Viele Helfer nützen hier nichts. Es reicht einer, der sich auskennt.“

Sängerin Claudia Sommer begleitete den Gottesdienst sowie den anschließenden Empfang musikalisch. Ihre einfühlsamen Lieder sorgten bei den Gästen nicht nur einmal für Gänsehaut. „Wir sind so froh, dass wir Frau Sommer für unser Jubiläum gewinnen konnten“, zeigte sich Vorstandsmitglied Antonie Sommerwerk begeistert. Sie erreichte die Künstlerin mit der Ausnahmestimme ausgerechnet während deren Griechenland-Urlaubs. „Via Facebook“, sagte Sommerwerk lachend. Und der Versuch klappte: Sommer meldete sich umgehend: „Als ich gehört habe, was der Anlass ist, war es für mich keine Frage, sofort zuzusagen. Denn wenn das kein Grund zu feiern ist, weiß ich’s auch nicht.“ 

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