Eine Blaskapelle
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Zwischenstopp auf ihrer Isartour: Die Isartaler Blasmusik mit Adi Stahuber gab am Samstag ein Konzert auf dem Karl-Lederer-Platz in Geretsried.

Freiluft-Arena vor dem PulsG in Geretsried

Eis am Stiel und Blasmusik für einen guten Zweck

  • Andrea Weber
    VonAndrea Weber
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Die Isartaler Blasmusik ist auf Sommerreise. Bei strahlendem Sonnenschein spielten die Musiker jetzt in Geretsried.

Geretsried – Eine große Bühne steht zurzeit exponiert mitten auf dem neugestalteten Karl-Lederer-Platz. Am Samstag machte die Belegschaft der Isartaler Blasmusik auf ihrer Sommerreise entlang der Isar Halt in Geretsried, packte bei strahlendem Sonnenschein die Instrumente aus und sorgte für gut zwei Stunden für musikalische Stimmung am Platz.

Spaziergänger und Fahrradfahrer blieben unvermittelt stehen. Eine Gruppe fescher Madl im Dirndl kam zufällig aus Dietramszell auf ihrem Jungfern-Abschied vorbei und tanzte vor der Bühne. Menschen holten sich Eis am Stiel oder eine Bratwurst-Semmel. „Ja, das war auch unsere Idee, hier eine Piazza Theatro zu schaffen, auf der man Kultur genießen kann oder einfach nur zusammenkommt“, sagte Bürgermeister Michael Müller zufrieden im Vorbeigehen, als er in Richtung Bühne eilte, um die vielen Besucher zu begrüßen. Dem Rathaus-Chef sah man deutlich die Freude an, dass seine Stadtmitte „nun endlich freigeräumt von Autos ist und Leben nach Monaten des Stillstands zurückkehren kann“.

Karl-Lederer-Platz wird zur Freiluft-Arena

Wie eine Freiluft-Arena wirkt das bestuhlte Innenhof-Karree am neuen Puls-G-Gebäude. Auch auf dem Freigang in erster Etage standen Zuschauer, und vereinzelt nutzten die Anwohner ihre exponierten Balkonplätze, um das Konzertgeschehen zu genießen. Viele ältere Menschen hatten sich hergetraut und saßen im Sonnenschein vor der Bühne, wie Stadträtin Dr. Sabine Gus-Mayer, die sich freute, „wie die Kinder im Bachlauf spielen“. Das ist Open-Air-Feeling, das gehört dazu und das ist auch die Intention der Isartaler Blasmusik auf ihrer Benefiz-Sommertour. Denn sie wollen den Kindern helfen, die von der Krise mit am schlimmsten gebeutelt sind. Die Musiker sammeln auf ihrer Konzert-Sommerreise Spenden für die Sternstunden-Aktion (wir berichteten).

Mit dem bayerischen Defiliermarsch eröffneten Adi Stahuber und seine Kollegen ihr Konzert am frühen Abend. Sie präsentierten Landler und Walzer, ein André-Rieu-Medley mit Johann Strauß-Stücken. Der Schützenmarsch gehörte genauso zum Repertoire wie der „Böhmische Traum“. Mit dem „Wild Cat Blues“ von Solo-Klarinettist Sepp Dietl kam Dixie-Feeling ins Spiel, und außergewöhnlich war der „Klarinetten-Muckl“ auf der Tuba interpretiert. Die Isartaler präsentierten ein Programm feinster Blasmusik mitunter im Bigband-Sound. Dann packten sie ihre Instrumente ein, und weiter ging’s auf ihrer musikalischen Reise von knapp 300 Kilometern an der Isar entlang. (Andrea Weber)

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