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Für Verärgerung haben in der vergangenen Saison Vereine wie der ESC Haßfurt (hier zu Gast beim ESC Geretsried, blaue Trikots) gesorgt, die sich nicht an die freiwillige Selbstbeschränkung der übrigen Klubs bei den Kontingentspielern halten wollten. 

ESC Geretsried

Eishockey-Bayernligisten bleiben künftig unter sich

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Bei den Geretsrieder River Rats begrüßt man die Reaktion des Verbands auf Verstöße gegen die Beschränkung von Importspielern, in der neuen Saison keine Verzahnungsrunde mit der Landesliga auszutragen. 

München/Geretsried – Dem Bayerischen Eissportverband war schon im Vorfeld klar, dass es auf der Versammlung der Bayern- und Landesligisten hoch hergehen würde. „Der BEV hat sich bereits vorab bei den Eishockey-Vereinen erkundigt, wie sie der viel diskutierten Beschränkung auf nur zwei Kontingentstellen pro Team gegenüber stünden“, berichtete Peter Holdschik, 2. Vorsitzender des ESC Geretsried, auf Anfrage. Schließlich hatten der ESC Haßfurt und der ESV Burgau während der jüngsten Verzahnungsrunde mit der Bayernliga die freiwillige Selbstbeschränkung absichtlich übergangen und über die Maßen tschechische und russische Spieler eingesetzt – was wiederum vom Verband mit Punktabzügen bestraft worden war.

ESC-Vize Peter Holdschik begrüßt dieEntscheidung des Verbands.

Eine Maßnahme, die offensichtlich ohne Wirkung und Einsehen geblieben ist: Haßfurt und Burgau sowie der ESV Waldkirchen votierten gegen die Festschreibung auf zwei Positionen für Import-Akteure – und das gegen die deutliche Mehrheit der übrigen Versammlungsteilnehmer. Um eine Wettbewerbsverzerrung zu vermeiden, hat der BEV deshalb den Spielmodus geändert: In der neuen Saison gibt es keine Verzahnungsrunde mehr zwischen Bayern- und Landesliga. „Denn in der Bayernliga werden ja weiterhin nur zwei ausländische Spieler eingesetzt“, so die Begründung des Verbands. Einen Aufsteiger gibt es natürlich trotzdem – den Sieger der Play-offs, die nach der Punkt- sowie einer Aufstiegsrunde folgen.

„Es gefällt mir, denn der BEV hat mit dieser Entscheidung in sport-politischer Hinsicht das richtige Signal gesendet“, sagt Peter Holdschik. Dass sich auch seine River Rats auf einen neuen Modus einstellen müssen, findet der ESC-Vize „interessant und spannend“. Während bislang der achte Platz für die Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur Oberliga reichte, müssten die Geretsrieder ab sofort Sechster werden. Allerdings gibt es auch noch für die Klubs auf den Plätzen sieben bis 14 eine zweite Chance. „Nach einer Einfachrunde können die beiden besten Teams noch über die Pre-Play-offs mit dem Siebten und Achten der oberen Gruppe den Sprung in die Play-offs zur Oberliga schaffen“, berichtet Holdschik. Auch in der unteren Gruppe wird am Ende ein einziger Absteiger im Play-down-Modus ermittelt.   

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