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Unter dem Dach des Geretsrieder Eisstadions war „ein essenzieller Bolzen abgerissen“, eine genauere Prüfung förderte Pfusch beim Bau zu Tage: Im Sommer 2006 wurde das Dach komplett abgebrochen.

Neue Hallenkonstruktion kommt 2019

Eisstadion: Stadtrat macht einen Deckel drauf

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Der Eissport in Geretsried soll endlich wieder ein Dach über den Kopf bekommen. Mit 25 zu drei Stimmen hat der Stadtrat am Dienstagabend das Konzept für eine neue Hallenkonstruktion auf den Weg gebracht. 

Geretsried – Es ist fast auf den Tag genau elf Jahre her, dass das Geretsrieder Heinz-Schneider-Eisstadion wegen akuter Einsturzgefahr geschlossen wurde. Seit dem 2. Januar 2006, als in Bad Reichenhall 15 Menschen unter dem Dach der Eishalle begraben wurden, war die Stadt in Habachtstellung. Am 12. Januar wurde das Stadion erstmals gesperrt, am 10. Februar gingen endgültig die Lichter aus. Unter dem Dach war „ein essenzieller Bolzen abgerissen“, schilderte es am Dienstag noch einmal Stadtarchitekt Christian Müller. Später stellte sich heraus: Schon beim Bau war ordentlich gepfuscht worden. Im Sommer 2006 wurde das Dach komplett abgebrochen.

Stadion seit elf Jahren eine Freiluftarena

Seitdem ist das Stadion eine Freiluftarena – mit allen Nachteilen, die dies mit sich bringt. Als dem Eissport 2009 das endgültige Aus drohte, übernahm der ESC Geretsried den Betrieb der städtischen Liegenschaft und kämpft sich seitdem tapfer durch. Das erkennen auch die Stadträte an. Aus „Respekt“ gegenüber der Leistung der vielen Ehrenamtlichen, wie es Stadtrat Dominik Irmer am Dienstag formulierte, gaben selbst die Freien Wähler ihre ablehnende Haltung auf (sie hatten immer für einen Neubau plädiert) und stimmten mit CSU, SPD und FDP für eine Überdachung. Einzig die drei Grünen-Stadträte blieben bei ihrer Meinung, dass ein Eisstadion in Zeiten des Klimawandels „nicht mehr tragbar ist“ (Volker Witte).

Ingenieur Hock: Einhausung des Stadions „ganz entscheidend“

Jetzt sind die Freilufttage gezählt. Der Stadtrat hat am Dienstagabend eine neue Hallenkonstruktion auf den Weg gebracht. Kostenpunkt: rund 3,8 Millionen Euro.

Zu verdanken ist der Durchbruch den Ingenieuren Daniel Hock vom Architekturbüro Kiessler + Partner und Dr. Peter Mestek von der Tragwerksplanung Sailer Stepan. Sie hatten 2014 eine Machbarkeitsstudie für das Stadion vorgestellt und schnell gemerkt, dass eine neue Eishalle für 5,8 Millionen Euro politisch nicht durchsetzbar ist. Also suchten sie auf eigene Faust, also ohne Auftrag der Stadt, nach einer kostengünstigeren Lösung. Denn, so Hock: „Es ist ganz entscheidend, dass das Stadion eingehaust wird, nicht nur aus akustischen, sondern auch klimatischen Gründen.“

Neue Hülle: Kostenersparnis von zwei Millionen Euro

Im Ergebnis präsentierten die beiden Ingenieure ein Konzept, das grob geschätzt 3,8 Millionen Euro kosten würde. Auf den teuren Abbruch der Nordtribüne wird verzichtet, stattdessen wird „das desolate Fundament“ (Hock) auf dieser Seite stabilisiert. So wird es möglich, auf das Stadionrund eine neue Hallenkonstruktion mit einem Bogendach zu setzen. „Es wird lediglich eine neue Hülle gebaut“, erklärte Hock die Kostenersparnis von zwei Millionen Euro.

Gebaut wird spätestens 2019

Auch wenn letzte Zweifel blieben, ob dies alles zu dem Preis zu machen ist, beauftragte der Stadtrat die beiden Ingenieure, eine Entwurfsplanung mit Kostenberechnung zu erstellen. Sie soll im Sommer vorliegen. Dem muss sich ein Vergabeverfahren für die Objekt- und Tragwerksplanung anschließen. Weil dies Zeit braucht, erfolgt der Bau möglicherweise nicht schon 2018, sondern erst 2019. Sechs bis acht Monate stehen für die Arbeiten zur Verfügung. „Das muss langen“, meinte Hock. In Travemünde habe sein Büro ein Terminal für Kreuzfahrtschiffe gebaut. „Wir haben im Januar begonnen, im Mai ist das erste Schiff eingelaufen.“

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