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Emanuel Luferseder ist neuer Vize-Chef der Geretsrieder Polizei.

Emanuel Luferseder von der Geretsrieder Polizei

Neuer Polizei-Vizechef ist kein unbeschriebenes Blatt

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eretsried – Neues Gesicht bei der Geretsrieder Polizei: Hauptkommissar Emanuel Luferseder ist seit Anfang Oktober stellvertretender Dienststellenleiter. Wir stellen ihn vor.

Hauptkommissar Emanuel Luferseder ist seit Anfang Oktober stellvertretender Dienststellenleiter und damit rechte Hand von Polizeichef Walter Siegmund. Der 38-Jährige folgt auf Johann Brandhuber, der die Leitung der Polizeiinspektion in Holzkirchen übernommen hat.

Ganz neu ist Luferseder in Geretsried allerdings nicht. „Bei mir trifft wirklich zu, dass der Täter immer wieder an den Tatort zurückkehrt“, verrät der 38-Jährige unserer Zeitung. Bereits als Praktikant sammelte er auf der Dienststelle in Geretsried erste Erfahrungen. Als junger Polizeimeister kehrte er dorthin zurück. Es folgte ein Studium an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung und Rechtspflege in Fürstenfeldbruck. Auch danach lautete seine Arbeitsadresse: „Geretsried, Jeschkenstraße.“ Wenig später nahm Luferseder an einem Förderprogramm der Polizei teil, durchlief Stationen in Garmisch, im Polizeipräsidium und bei der Kripo Miesbach. „Dann war ich wieder in Geretsried.“

Doch nur vorübergehend. 2013 ging Luferseder zum Operativen Ergänzungsdienst (OED) und war beispielsweise als Leiter des Einsatzzuges beim G7-Gipfel in Elmau tätig. Zwischendurch – wie könnte es anders sein – war er auch in Geretsried im Einsatz, bei der AfD-Kundgebung im März dieses Jahres. „Die mit den schwarzen Overalls, das waren wir.“ Dann erfuhr der dreifache Vater, dass der Posten des stellvertretenden Dienststellenleiters in Geretsried vakant ist. Luferseder bewarb sich – „und da bin ich wieder“.

Auf die Frage, ob Polizist schon immer sein Traumberuf war, schüttelt der 38-Jährige den Kopf. „Eigentlich wollte ich unbedingt Hubschrauberpilot werden.“ Als Neuntklässler habe er einen Fragebogen zur Berufsfindung im Berufsinformationszentrum (BIZ) ausgefüllt. „Ich habe alles wahrheitsgemäß beantwortet. Und was war das Ergebnis? Polizist. Ich war total enttäuscht.“ Also nahm der junge Mann einen neuen Bogen zur Hand. „Hier habe ich so lange rumgetan, bis endlich doch der Hubschrauberpilot herausgekommen ist.“

Zu dieser Zeit war Luferseder bereits bei der Wasserwacht. „Meine Mutter hat mich als Achtjährigen angemeldet. Sie fand, dass Schwimmen gesund ist.“ Zudem trat er als Jugendlicher dem Rettungsdienst bei. Die Gespräche mit den Kollegen ließen ihn Umdenken. „Also war ich beim Einstellungsberater der Polizei in Penzberg“, sagt Luferseder und lacht. „Das erste BIZ-Ergebnis hatte nun doch gewonnen.“

Für die Bewerbung bei der Polizei war allerdings die Unterschrift der Eltern notwendig. „Das hat dann zu einem intensiven Vater-Sohn-Gespräch geführt“, erzählt der Hauptkommissar. „Irgendwie wollte mein Vater sicher gehen, dass es mir wirklich ernst ist.“ Und das war es. „Ich würde nie mehr tauschen“, sagt der 38-Jährige heute. „Es ist genau das Richtige.“

Luferseder, der in seiner Freizeit nach wie vor im Rettungsdienst fährt und mit seiner Familie gern in den Bergen ist, freut sich auf seine neue Arbeit in Geretsried. „Ich sehe es als Herausforderung, lerne Neues, kann vielleicht aber auch das eine oder andere aus einem anderen Blickwinkel betrachten.“ Wichtig ist ihm die Kommunikation: „Wenn man offen miteinander redet, kann vieles im Vorfeld gelöst werden.“

Und wie sieht es mit der eigenen Gesetzestreue aus? „Ich habe mal einen Strafzettel bekommen. Aber nicht von den Kollegen, sondern von der kommunalen Verkehrsüberwachung“, gibt Luferseder zu. „Und es hat mich maßlos geärgert.“

sh

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