Auch die Franz-Marc-Schule in Geretsried wird saniert.
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Auch die Franz-Marc-Schule in Geretsried wird saniert.

Energiewende

Kreis investiert 90 Millionen in die Schulen

Seit 2005 sind über 106 Millionen Euro in die Sanierung der Landkreis-eigenen Schulen geflossen. In den kommenden zehn Jahren sind weitere 90 Millionen eingeplant.

Geretsried – In der neuen Dreifachturnhalle am Geretsrieder Gymnasium tagte jüngst der Schul- und Bauausschuss des Kreistags. Einziger öffentlicher Tagesordnungspunkt war die Vorstellung der Ergebnisse des SEKE 2035, des Schulentwicklungskonzepts Energiewende. Die Fraktion der Grünen hatte bereits 2008 eine Evaluierung und Fortschreibung beantragt mit dem Ziel, dass der Kreis bei Neubau- und Sanierungsmaßnahmen auf Nachhaltigkeit achtet. Bis 2035 will Bad Tölz-Wolfratshausen bekanntlich klimaneutral sein.

René Beysel vom Bauamt meinte mit Blick zur Decke der Turnhalle, hier habe der Kreis bereits ein Zeichen gesetzt: „Wir haben auf Holzbindern statt Metallbindern bestanden.“ In den vergangenen 15 Jahren ist es gelungen, Strom- und Heizkosten in den Schulgebäuden des Landkreises zu sparen, wie die Zusammenfassung der Ergebnisse durch das Schulbauamt zeigt. So ist der Kohlendioxidverbrauch am Tölzer Gabriel-von-Seidl-Gymnasium dank Einbau eines Nahwärmenetzes und Generalsanierung seit 2008 um 63 Prozent gesunken. Am Rainer-Maria-Rilke-Gymnasium in Icking ließen sich 46 Prozent einsparen. Der Anteil an erneuerbaren Energien stieg jeweils um über die Hälfte. Über 106 Millionen Euro sind laut Beysel seit 2005 in die Sanierung der Schulen geflossen. Die Berufsoberschule in Bad Tölz erhielt 2017 für 45 000 Euro eine Photovoltaikanlage.

In den kommenden zehn Jahren sind dem „Investitionsplan Schulen mit integriertem SEKE 2035“ zufolge weitere 90 Millionen Euro eingeplant. Investiert wird in alternative Heizmethoden sowie in eine bessere Dämmung der Gebäudehüllen. Allein für die komplette Sanierung des Geretsrieder Schulzentrums mit Gymnasium und Realschule gibt der Landkreis 52 Millionen Euro aus.

Bernhard Simon (CSU), von Beruf Bautechniker, wies in der Sitzung darauf hin, dass schon bei der Ausschreibung auf das Thema Nachhaltigkeit geachtet werden müsse. Manche Architekten seien damit „überfordert“. Es spiele für den Energieverbrauch zum Beispiel eine Rolle, ob ein Haus ein Vordach oder ein Flachdach habe. Die Fortschreibung des SEKE 2035 begrüße er deshalb.  

tal

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