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Die ersten Schwimmer sollen 2020 im interkommunalen Hallenbad tauchen können.

Interkommunales Hallenbad 

Erst Schwimmhalle, dann Sauna

Der Geretsrieder Bauausschuss stimmt der Tektur fürs geplante Hallenbad zu. Die Zweckvereinbarung befindet sich derweil in der Warteschleife.

Geretsried – Bald sollen Wasserratten im interkommunalen Hallenbad ihre Bahnen ziehen können. Bald? Es wird noch eine Weile dauern. Im Frühjahr 2018 sollen die Bäume gefällt werden, kurz darauf könnte mit dem Bau begonnen werden, sagte Bürgermeister Michael Müller am Dienstagabend im Bau- und Umweltausschuss der Stadt Geretsried. Die Eröffnung der Schwimmhalle ist für das Jahr 2020 vorgesehen. Erst danach soll ein privater Investor eine Sauna installieren. Später wäre dann sogar noch eine umfangreiche Gestaltung des Außenbereichs möglich.

Momentan wird aber noch die mit den anderen Kommunen angestrebte Zweckvereinbarung von der Regierung von Oberbayern überprüft. „Sobald der Prüfbescheid kommt, werden wir ihn den beteiligten Nachbarkommunen vorlegen“, versprach der Rathauschef. Wann dies der Fall sein wird, sei aber noch ungewiss. „Wir müssen sehr vorsichtig sein und alle Formulierungen juristisch prüfen lassen, da es sonst Rückforderungen geben könnte“, erklärte Müller.

Wie berichtet sind ein 25 Meter langes flexibles Wettkampfbecken, ein Teilhubboden, ein Sprungbecken mit Ein- und Drei-Meter-Brett, ein Lehrschwimmbecken und ein Planschbecken für Kinder vorgesehen. Die Kosten werden auf mindestens 11,9 Millionen Euro geschätzt. 4,2 Millionen davon steuert der Staat bei. 6,9 Millionen Euro zahlt die Stadt Geretsried. Die restlichen 800 000 Euro teilen sich der Landkreis und die beteiligten Kommunen.

Die Kritik, dass die vorgesehene Kapazität des interkommunalen Hallenbads für Rettungskräfte und Schulen nicht ausreichen könnte, wies Müller zurück. „Wir lassen uns von diesen Störfeuern nicht beeindrucken und bauen das Hallenbad auf jeden Fall“, sagte der Geretsrieder Rathauschef. Gebetsmühlenartig wiederholte der Bürgermeister, dass es sich bei dem Neubau um ein Schulschwimmbad handle. Gleichwohl könnten nach der Errichtung der Schwimmhalle und der Sauna in einem dritten Schritt auch im Außenbereich „Spaßelemente“ wie beispielsweise eine Rutsche eingerichtet werden. Die Mitglieder des Bau- und Umweltausschusses erteilten vorerst aber nur der Tektur einstimmig ihr Einvernehmen. 

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