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Gesucht sind weiterhin  Bewerber für die Sicherheitswacht.

Start verläuft schleppend

Erst zwei Bewerber für die Geretsrieder Sicherheitswacht

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Die Bewerber für die neue Geretsrieder Sicherheitswacht stehen nicht gerade Schlange. Inspektionsleiter Franz Schöttl bleibt dennoch optimistisch. 

Geretsried – Mit einer gemeinsamen Pressekonferenz von Stadt und Polizei startete Anfang Oktober die Bewerbungsphase für die Sicherheitswacht in Geretsried (wir berichteten). Sie sollte etwa einen Monat dauern, Anfang November wollten Polizeihauptkommissar Thomas Willibald und seine Kollegin, Polizeiobermeisterin Julia Baur, damit beginnen, die bis dahin gefundenen Kandidaten zu trainieren. So zumindest sah der Plan aus. Doch der hakt noch ein wenig. „Bisher haben sich erst zwei Bewerber gemeldet“, räumt Geretsrieds Dienststellenleiter Franz Schöttl ein.

Vier bis sechs Sicherheitswachtler hatte sich der Erste Polizeihauptkommissar im ersten Anlauf gewünscht – was dem stattlichen Stadtgebiet geschuldet ist: Geretsried zieht sich von Gartenberg bis Stein ordentlich in die Länge, da braucht’s ausreichend Personal, um Präsenz zeigen zu können. Die Ehrenamtlichen arbeiten ja nicht alle auf einmal, sondern im Schichtbetrieb. Schöttl bleibt jedoch optimistisch, dass sich genügend geeignete Leute finden, die im Dienst der Allgemeinheit nach dem Rechten sehen und die Polizei bei deren Arbeit unterstützen und ergänzen. Er habe sich in anderen Kommunen erkundigt, die eine Sicherheitswacht installiert haben, sagt der Geretsrieder Polizeichef, „es ist fast überall schleppend angelaufen und hat dann doch funktioniert“.

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Etwa 40 Unterrichtsstunden umfasst die Ausbildung. Sie umfasst unter anderem das Kommunal- und Strafrecht, ein Kommunikations- und Selbstverteidigungstraining und einen Einblick in die künftigen Befugnisse. Unter anderem sind die Ehrenamtlichen sichtbare und aufmerksame Ansprechpartner für die Bevölkerung, sie stehen hilfesuchenden Bürgern sowohl für Auskünfte als auch mit Rat und Tat zur Verfügung und sollen allein durch ihre Anwesenheit möglichen Sicherheitsstörungen präventiv entgegenwirken und somit das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung stärken.

Wer Interesse an diesem verantwortungsvollem Job hat, hier das Anforderungsprofil: Bewerber – ob männlich oder weiblich spielt keine Rolle – sollten mindestens 18 und höchstens 62 Jahre alt sein. Bis 67 dürfen die ältesten Ehrenamtlichen nach dem Ende des Trainings dann auf Streife gehen. Die Kandidaten sollten kommunikativ und empathisch sein, gerne im Außendienst arbeiten, eine abgeschlossene Schul- oder Berufsausbildung besitzen und für diese Aufgabe mindestens fünf Stunden im Monat aufbringen können. Dass sie darüber hinaus zuverlässig sind, versteht sich fast von selbst. Schöttl hatte während des Pressegesprächs betont, wie wichtig es ihm ist, dass dass die künftigen Kollegen „einen Bezug zu unserer Stadt haben und menschlich zu uns passen“.

Info

Wer Interesse hat, Mitglied der Geretsrieder Sicherheitswacht zu werden, meldet sich am besten in der Geretsrieder Polizeiinspektion, Telefon 0 81 71/9 35 10.

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