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Schulbauten, Sportstätten, Stadtzentrum und Sommerfest: In diesem und in den folgenden Jahren stehen Geretsried große Projekte und einige Neuerungen bevor.

Große Pläne

Das erwartet Geretsried 2017

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Geretsried - Was das neue Jahr für Geretsried bringt, zeigt dieser Überblick. So viel steht fest: In 2017 stehen wegweisende Entscheidungen an.

„Die Herausforderungen, die wir in der Stadtpolitik im vergangenen Jahr angestoßen haben, begleiten uns auch in 2017“, sagt CSU-Bürgermeister Michael Müller mit Blick auf das neue Jahr. Als Schwerpunkte nennt er die Zentrumsentwicklung, die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum, die Integration, den Schulbau, die Pläne für den Neubau des Hallenbads sowie die Sanierung weiterer Sportstätten. „Wenn wir uns zusammen auf den Weg machen, wenn wir gemeinsame Ziele entwickeln und verfolgen, dann können wir viel erreichen“, so Müller.

Stadtzentrum

Innerhalb der nächsten fünf Jahre soll Geretsried ein komplett neues Stadtzentrum bekommen. Schon in diesem Frühjahr könnten am Karl-Lederer-Platz die Bagger anrollen. Die Eigentümerfamilie Krämmel will ihre leer stehende Häuserzeile an der Südseite des Platzes abbrechen. Es soll ein Neubau entstehen, der in Richtung Rathaus um einen siebengeschossigen Turmbau erweitert wird. Auch die Baugenossenschaft Geretsried schmiedet Pläne, ihre Altbauten an der Egerlandstraße abzureißen. Dafür muss allerdings erst Ersatzwohnraum geschaffen werden. Hier kommt das ehemalige Lorenz-Areal an der Banater Straße ins Spiel.

Lorenz-Areal

Zehn Jahre ist es her, dass die Spielzeugfabrik Lorenz geschlossen wurde. Nun soll auf dem 40 000 Quadratmeter großen Gelände zwischen Elbe- und Banater Straße ein neues Wohngebiet entstehen. In Kooperation mit der Baugenossenschaft plant das Bauunternehmen Krämmel bis zu 700 Wohnungen. Jeweils ein Drittel sollen Sozial- und Mietwohnungen werden, der Rest Eigentumswohnungen. Das Bebauungsplanverfahren läuft und soll heuer abgeschlossen werden. Dann könnte 2018 der erste Spatenstich erfolgen.

Hallenbad

Frühjahr 2018: Das ist auch der Termin, an dem mit dem Bau des interkommunalen Hallenbads begonnen werden soll. Nachdem sich die Stadt Wolfratshausen dazu durchgerungen hat, sich am jährlichen Betriebskostendefizit zu beteiligen, wird nun die entsprechende Zweckvereinbarung mit dem Landkreis sowie den anderen Kommunen ausgearbeitet. Die zusätzlich geplante Sauna ist allein Sache der Stadt Geretsried und soll eventuell mit einem privaten Investor realisiert werden. Die Kosten für das Schwimmbad werden auf 13,62 Millionen Euro geschätzt. Ende des Jahres soll die Genehmigungsplanung fertig sein, so dass die Arbeiten über den Winter ausgeschrieben werden können. Um diese Zeit soll auch das Baugrundstück neben dem Schulzentrum an der Adalbert-Stifter-Straße gerodet werden. Eröffnen könnte das neue Hallenbad im Jahr 2020.

Schulen

Die Karl-Lederer-Grundschule platzt aus allen Nähten. Zehn Jahre nach der Generalsanierung muss deshalb der damals errichtete Erweiterungsbau für 2,5 Millionen Euro aufgestockt werden. Die Arbeiten sollen in diesem Herbst beginnen und ein Jahr später abgeschlossen sein. Zugleich trifft die Stadt Vorbereitungen, die Adalbert-Stifter-Mittelschule von Grund auf zu sanieren. Im ersten Schritt soll für 5,1 Millionen Euro ein Erweiterungsbau zur Auslagerung der Klassen entstehen. Auch auf dem Lehrerplatz des Gymnasiums wird derzeit ein Interimsgebäude errichtet. 37,5 Millionen Euro investiert der Landkreis in die Generalsanierung des Geretsrieder Schulzentrums, zudem wird eine neue Turnhalle gebaut. Bis alles fertig ist, werden acht Jahre vergehen.

Eisstadion

Mehr als zehn Jahre sind vergangen, seit das Dach des Eisstadions wegen akuter Einsturzgefahr abgebrochen wurde. Nun scheint sich eine Lösung anzubahnen, wie man die Freiluftarena kostengünstig einhausen könnte. Voraussichtlich in der Januar-Sitzung wird dem Stadtrat ein neues Konzept vorgestellt. Demnach würde die neue Eishalle nur vier Millionen Euro kosten. Bislang war von sechs Millionen Euro die Rede. Als Anschubfinanzierung sind für heuer 500 000 Euro im Haushalt eingeplant. 2018 könnte das Dach gebaut werden.

Isarau-Stadion

Auch im Isarau-Stadion besteht Handlungsbedarf. Vorbehaltlich der Mittelbereitstellung im Haushalt sollen heuer die Laufbahn und der Kunstrasen saniert werden.

Straßenbau

Die Stadt hat sich vorgenommen, ihren Investitionsstau aufzulösen. Das gilt auch für den Straßenbau. Nach der Adalbert-Stifter-Straße im Vorjahr soll heuer die Johann-Sebastian-Bach-Straße saniert werden. Zudem werden der Tauernweg und der Rosenweg erstmalig hergestellt.

B 11 und S-Bahn

Für viele überraschend wurde die B 11-Verlegung vergangenes Jahr in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen. Nun wird die Planung der neuen Trasse entlang des Schwaigwaller Hangs vertieft. Dementiert wurden zuletzt Gerüchte, die S-Bahn-Verlängerung würde dem Bau der zweiten Stammstrecke zum Opfer fallen. Bürgermeister Müller rechnet damit, dass das Planfeststellungsverfahren 2019 abgeschlossen ist. Dann folgen Grunderwerb, Planung, Ausschreibung und Finanzierung. 2021 könnte der erste Spatenstich erfolgen. Bauzeit: viereinhalb Jahre.

Stadtentwicklung

„Wir gehen in unseren Stadtentwicklungsplanungen von einer konkreten Realisierung der S 7-Verlängerung nach Geretsried aus“, sagt der Rathauschef. Das gilt auch für die Neuaufstellung des Flächennutzungsplans (FNP). Darin wird unter anderem festgelegt, wo neues Bauland ausgewiesen wird. Die Bürgerbeteiligung zum FNP beginnt im März dieses Jahres. Bereits im Januar startet die Bürgerbeteiligung im Ortsteil Stein. Nach dem Johannisplatz und dem Neuen Platz soll auch dieses Quartier im Rahmen des Programms „Soziale Stadt“ aufgewertet werden. Angedacht ist der Bau eines Bürgerhauses.

Festivitäten

Vom Kinderfasching bis zur Seniorenweihnacht: Im Veranstaltungskalender der Stadt Geretsried finden sich die üblichen Festivitäten im Jahreskreis. Vorbehaltlich der Zustimmung des Fachausschusses soll es eine Neuauflage der gelungenen Sportlerehrung von 2016 geben. Das Geretsrieder Sommerfest findet heuer vom 28. Juli bis 7. August statt. Der neue Festwirt Christian Fahrenschon verspricht einige Neuerungen. Man darf also gespannt sein.

sas

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