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Oberste Devise ist eine sichere Abwehr: Gegen Füssen haben die River Rats um Michael Hölzl (re.) bislang drei Siege verbucht. 

Eishockey Bayernliga

Den ersten Matchball verwerten

Wer hätte das gedacht, dass der ESC Geretsried – als Achter der Bayernliga für die Verzahnungsrunde mit den Oberligisten gerade so eben qualifiziert – nun eine derart gute Rolle spielt? Bislang konnten die River Rats an jedem Wochenende drei Zähler einfahren, stehen mit zwölf Punkten auf Rang vier. Es winkt das Sahnehäubchen der Saison: der Einzug ins Play-off-Viertelfinale. Zumal man vier Zähler Vorsprung auf den fünftplatzierten EV Füssen hat.

Geretsried – Eine scheinbar komfortable Ausgangslage, die aber auch trügerisch sein kann. Dadurch nämlich, dass die Geretsrieder Mannschaft diesen Freitag beim 16-fachen Altmeister zum direkten Duell antritt (Beginn 19.30 Uhr). „Wir haben alles selbst in der Hand, besitzen zwei Matchbälle und wollen gleich den ersten nutzen. Wenn wir zwei Punkte holen, sind wir durch“, erklärt Ludwig Andrä. Sollte dies nicht gelingen, hätte die Truppe des Geretsrieder Trainers am Sonntag im Heimspiel gegen den Höchstadter EC eine zweite Chance. Die Cracks vom Kobelhang müssen dann – falls gegen das ESC-Team erfolgreich – zeitgleich im Fernvergleich beim TSV Peißenberg nachlegen.

„Füssen ist eine schnelle, schlittschuhtechnisch sehr gute Mannschaft, die sich nicht in unserem Drittel festsetzen darf. Sicheres Abwehrverhalten ist daher oberste Devise. Aber das haben wir bisher gut gemacht. Wir haben in dieser Runde bislang am wenigsten Gegentreffer zugelassen“, zeigt sich Andrä zuversichtlich. Was ebenfalls für Geretsried spricht: Mit 5:2 und 2:1 hat man in dieser Spielzeit beide Heimspiele gegen die Truppe von Thomas Zellhuber, seit kurzem auch Geschäftsführer des Ludwig-Festspielhauses in Füssen, gewonnen und war auch am Kobelhang mit 5:1 erfolgreich. Mit diesem Sieg Anfang dieses Jahres sicherten sich die Rats den Einzug in die Verzahnungsrunde.

Überraschende Erkenntnisse fördern die internen Statistiken von Andrä zu Tage. „Von allen bisherigen Gegnern hat Füssen die wenigsten Schüsse auf unser Tor abgegeben. Die Stürmer kommen zwar gut ins Drittel, sind aber nicht zielstrebig genug. Weil wir in der Defensive gut stehen, kam bisher nicht viel heraus“, bemerkt der Geretsrieder Trainer.

Da beim ESC Michael Wiedenbauer (Schultereckgelenkssprengung) und Christian Heller (Brustbeinprellung) fehlen, wird Ludwig Andrä mit drei Blöcken im Ostallgäu antreten. Beim EVF fehlten zuletzt verletzungsbedingt Eric Nadeau, Tobias Meier, Lubos Velebny und Christian Krötz. Im Tor kam nach Andreas Jorde und Maximilian Meier der 20-jährige Benedikt Hötzinger beim 2:5 in Höchstadt zu seinem ersten Einsatz. 

River Rats Geretsried

Albanese, Morczinietz – Englbrecht, Fuchs, Jorde, Poch, Tauber, L. Rizzo - Berger, Bursch, M. Hölzl, Horvath, Hüsken, M. Köhler, May, Meierl, Merl, Ott, Zvonik.

Eduard Hien

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