Geographie, Romane, Geschichtsbücher: Jörg Feige ordnet seine Bücher nach Sachgebieten. Der 66-Jährige liest alles – bis auf Liebesromane. Foto: sabine hermsdorf

Eselsohren gehen gar nicht

Geretsried - Der eine sortiert sie nach Größe und Farbe des Einbands. Der andere fasst Genres oder Autoren zusammen. Wir stellen Bücherwürmer vor - und zeigen, wie sie ihren Lesestoff ordnen.

„Eine Wohnung ohne Bücher ist wie ein Kühlschrank ohne Füllung“, bringt Jörg Feige sein Verhältnis zum gedruckten Wort zum Ausdruck. Und der Geretsrieder muss es ja wissen: Der 66-Jährige ist gelernter Koch. Daher finden sich auch 63 Kochbücher in seiner Sammlung. „Es ist fast schon eine kleine Abteilung.“

Feige liest alles, bis auf Liebesromane. Er ist im Besitz von rund 200 gebundenen und 300 Taschenbüchern, die sich in zwei bis drei Schichten vor- und hintereinander in den Regalen der Wohnzimmerwand stapeln. „Aber nach Sachgebieten geordnet: Geographie, Romane, Geschichtsbücher.“ Und Kochbücher. „Lesen regt das Gehirn in jeder Beziehung an.“

Feige legt sehr viel Wert auf die gute Behandlung seiner gedruckten Lieblinge. Das ist auch einer der Gründe, warum er keine Bücher verleiht. Denn, abgesehen davon, dass man viele nicht mehr zurückbekommt: „Eselsohren als Einmerker, wo man gerade zu lesen aufgehört hat - das geht gleich gar nicht“, rügt der Geretsrieder unsachgemäße Behandlung. „Wozu gibt’s schließlich Lesezeichen?“

(sh)

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