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European Championships im Landkreis: Sportfans jubeln Radprofis zu

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Von: Peter Herrmann

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Mit gezückten Handys verfolgten viele Geretsrieder entlang der Johann-Sebastian-Bach-Straße das Radrennspektakel.
Schnell wie der Wind: Mit gezückten Handys verfolgten viele Geretsrieder entlang der Johann-Sebastian-Bach-Straße das Radrennspektakel. © Peter Herrmann

Das Straßenrennen der Männer der European Championships führte auch durch den Landkreis. Das Peloton raste durch Bad Tölz, Geretsried und Eurasburg.

Geretsried/Eurasburg – Nachdem die Radprofis Bad Tölz hinter sich gelassen hatten, nahmen sie Kurs auf die größte Stadt des Landkreises - Geretsried. Dort führte das Straßenrennen ebenfalls mitten durch die Stadt. Die Radprofis rasten am Neuen Platz vorbei, wo die Stadt ein großes Rahmenprogramm vorbereitet hatte.

Vereine gestalten Rahmenprogramm auf dem Neuen Platz

Eine Stunde bevor das Hauptfeld von der Staatsstraße 2369 kommend über die Kreuzung am Waldfriedhof auf die Richard-Wagner- und die Johann-Sebastian-Bach-Straße bis zum Ortsausgang nach Schwaigwall fuhr, eröffnete Zweite Bürgermeisterin Sonja Frank das Programm. „Wir freuen uns, dass wir viele Vereine gefunden haben, die dieses Fest so bunt machen“, so die Vize-Rathauschefin. So warb der ADFC-Kreisverband beispielsweise für den Volksentscheid zum Ausbau von Radschnellwegen und lud zu Ratespielen ein.

Schön bunt sollen sie werden: Fahrradklingeln verzierten Kinder am Stand von „Nagel und Faden“.
Schön bunt sollen sie werden: Fahrradklingeln verzierten Kinder am Stand von „Nagel und Faden“. © Sabine Hermsdorf-Hiss

Der Verein „Nagel und Faden“ rief Kinder dazu auf, 500 von der Stadt beschaffte Fahrradklingeln zu bemalen, und dekorierte den Platz mit bunten Radutensilien. Das Landratsamt informierte über touristisch reizvolle Touren. Aus Wolfratshausen kamen der Verein Flößerstraße und die „Spatzen Rikscha“ in die Nachbarstadt. „Wir freuen uns, dass wir Besucher kostenlos durchs Geretsrieder Stadtgebiet fahren können“, sagte Leonie Brand. Mit ihrer Zwillingsschwester Sarah war sie bis zum späten Nachmittag unterwegs.

Zuschauer zücken Handy für Fotos und Videos

Über die aktuellen Zwischenstände des Radrennens informierten die Musiker der Tölzer Band „The Heimatdamisch“. Als Drummer Florian Rein bekanntgab, dass sich zwei Radprofis vom Hauptfeld abgesetzt hatten und die Geretsrieder Stadtgrenzen ein paar Minuten früher als erwartet erreichen werden, setzte ein Raunen und der Aufbruch zur nahe gelegenen Johann-Sebastian-Bach-Straße ein. Bürgermeister Michael Müller packte seinen Hund Luigi und sah zunächst nur die absichernden Polizei- und Rettungsfahrzeuge. Unter dem Beifall der Zuschauer, von denen viele ihr Handy für eine Bild- oder Videoaufnahme gezückt hatten, flitzte das Radlerknäuel danach binnen weniger Sekunden vorbei.

„Wir haben mit den Organisatoren gesprochen und wollten uns als größte Stadt im Landkreis angemessen präsentieren.“

Geretsrieds Bürgermeister Michael Müller

„Wir haben mit den Organisatoren gesprochen und wollten uns als größte Stadt im Landkreis angemessen präsentieren“, erklärte Bürgermeister Müller den Aufwand. Die TV-Aufzeichnung der European Championships solle dazu beitragen, Geretsried bekannt zu machen. „Zudem ist es immer schön, ein Grund zum Feiern zu haben.“ Imbissstände, die unter anderem afrikanische Spezialitäten, Burger und Fisch anboten, sorgten für internationales Flair. Dazu servierten „The Heimatdamisch“ Rock-Klassiker in bayerischer Blasmusikbearbeitung. Eine Mischung, die beim Publikum so gut ankam, dass einige tanzten und zur Polonaise aufriefen.

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 Straßenrennen der Männer bei den European Championships in Eurasburg
Teilnehmer des Straßenrennens der Männer bei den European Championships in Eurasburg. © Sabine Hermsdorf-Hiss

In Eurasburg mussten die 267 Radfahrer den Anstieg den Schlossberg hinauf bewältigen. Der Österreicher Lukas Pöstlberger und der Eidgenosse Silvan Dillier nahm ihn als Erste in Angriff. Über drei Minuten lag das Duo hier vor dem Verfolgerfeld. Beide wurden später kassiert und im Klassement durchgereicht. Der Schweizer landete auf Rang 73, Pöstlberger gar nur auf dem 125. und letzten Platz. Den Europameistertitel sicherte sich nach gut viereinhalb Stunden Fahrzeit der Niederländer Fabio Jakobsen vor dem Franzosen Arnaud Demare und dem Belgier Tim Merlier.

ph

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