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Der neugewählte CSU-Vorstand: (vorne v. li.) Vize Volker Reeh, Ortsvorsitzender Ewald Kailberth und Vize Sabine Gus-Mayer, (hinten v. li.) Vize Wolfgang Möckel, Schriftführerin Nikolin a Neubauer und Schatzmeister Werner Bauer. 

Neuwahlen bei der Geretsrieder CSU

Ewald Kailberth bleibt Chef

Ohne Gegenstimme ist Ewald Kailberth als Chef des Geretsrieder CSU-Ortsverbands bestätigt worden. In der Versammmlung in den Ratsstuben gab sich Bürgermeister Michael Müller selbstkritisch: Die Pläne am Karl-Lederer-Platz müssten der Bevölkerung noch besser erklärt werden.

Geretsried – Kürzlich hatte Horst Seehofer erklärt, entgegen seiner ursprünglichen Absicht doch Ministerpräsident bleiben zu wollen. Ein prominentes Vorbild, dem Ewald Kailberth nun folgte. „Wir haben uns nicht abgesprochen“, scherzte der Stadtrat. „Es war halt kein Nachfolger da.“ So wurde der 57-Jährige am Donnerstagabend von den 40 stimmberechtigten Mitgliedern ohne Gegenstimme wiedergewählt.

Unterstützt wird Kailberth von den drei Stellvertretern Dr. Sabine Gus-Mayer, Wolfgang Möckel und Volker Reeh. Letzterer dürfte sich etwas mehr als „nur“ 29 Stimmen erhofft haben, nahm die Wahl aber ebenso wie Schriftführerin Nikolina Neubauer und Schatzmeister Werner Bauer an. Vor den Wahlen und den Ehrungen bestand Gesprächsbedarf. Fraktionssprecher Volker Reeh blickte auf elf Stadtrats- und 24 Ausschuss-Sitzungen zurück. „Da kamen wahrscheinlich über 1000 Stunden zusammen.“ Ebenso wie Rathauschef Michael Müller und Dritter Bürgermeister Gerhard Meinl zeigte sich Reeh zuversichtlich, dass die anstehenden Herausforderungen wie der Neubau des Hallenbads, die Verlegung der B 11 und die Verlängerung der S-Bahn nach Geretsried gestemmt werden. CSU-Landtagsabgeordneter Martin Bachhuber versprach der Stadt maximalen Rückhalt. „Ich werde so lange kämpfen, bis die S-Bahn nach Geretsried fährt“, gelobte der Bad Heilbrunner.

Die Modernisierung des Zentrums ist extrem wichtig

Dass es aufgrund der Untertunnelung in Wolfratshausen zu Verzögerungen kommt, findet Bürgermeister Müller nicht tragisch. „Wir werden drei S-Bahnhöfe bekommen: So viele hat kaum eine Stadt im MVV-Außenbereich.“ Er rechnet damit, dass etwa 2022 der Bau des Mammutprojekts beginnt. 2027 könne die neue Strecke wahrscheinlich eröffnet werden. Umso wichtiger sei es, dass bis dahin die Modernisierung des Stadtzentrums am Karl-Lederer-Platz und an der Egerlandstraße vollzogen sei. „Wir müssen das der Bevölkerung als Zukunftsidee aber noch deutlicher bewusst machen“, gab sich Müller selbstkritisch. Dass dies sogar in der eigenen Partei nicht bei jedem gelungen ist, zeigte sich am Ende der Versammlung. „Die so genannte Zentrumsstärkung ist ein Klotz am Bein der CSU: Die Mehrheit der Geretsrieder ist dagegen“, kritisierte Anwohner und CSU-Mitglied Dr. Elmar Immertreu. Peter Herrmann

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