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Gespannt lauschten die Zuhörer dem Ägypten-Vortrag von Peter Halke (li.). Trotz strömenden Regens waren rund 80 Besucher in die Mensa des Schulzentrums gekommen.

Vortrag der Europa-Union

Das erlebte Peter Halke in Ägypten

Geretsried – Vier Jahre lang hat der ehemalige Realschulleiter Peter Halke mit seiner Frau Lidija in Ägypten gelebt und gearbeitet. Jetzt kehrte er zu einem Vortrag an seine ehemalige Wirkungsstätte zurück.

In der Mensa des Schulzentrums referierte er vor rund 80 Besuchern über seine Erfahrungen in dem Land am Nil. Eingeladen hatte der Kreisverband der Europa-Union. In seinen einleitenden Worten mahnte der Kreisvorsitzende Jürgen Göbel, bei all den aktuellen Problemen innerhalb der Europäischen Union den Blick nach außen nicht zu verlieren. „Einer unserer wichtigsten Partner im Mittelmeerraum, auch hinsichtlich unserer Sicherheit, war und bleibt Ägypten“, sagte Göbel. Deshalb sei er erfreut, dass er Peter Halke für einen Vortrag gewinnen konnte. Der Lehrer für Mathematik und Physik war von 2011 bis 2015 als Lehrer an zwei deutschen Schulen in Ägypten tätig und hat die politischen Umwälzungen hautnah miterlebt.

Faszinierende Orte, aufregende Veränderungen

Von einem geschichtlichen Rückblick ausgehend berichtete Halke über die faszinierenden Stätten der Pharaonenzeit, den Werdegang Ägyptens bis in die Neuzeit sowie die Veränderungen in den vergangenen Jahren. Illustriert war sein Vortrag durch zahlreiche selbst geschossene Fotos, wodurch den Zuhörern ein sehr plastisches Bild der von ihm erlebten Situationen vermittelt wurde.

Mit Hinweis auf die besonders kritische Situation auf dem Sinai zeigte der ehemalige Realschulleiter auf, welche Perlen der Kultur und der Natur diese Halbinsel aufweist: Bilder vom Katharinenkloster, dem Mosesberg, aus der Sinaiwüste und von Korallenriffen entführten die Zuhörer in einen Teil Ägyptens, der heute kaum noch zu bereisen ist.

Dass der Nil für das Leben in Ägypten entscheidend ist, weiß wohl jeder. Vier Prozent der Landfläche werden durch ihn bewohnbar. Dass aber auch die Wüsten faszinierende Gegenden sind, ist nur wenigen bekannt. Höhepunkte für Halke waren die Fahrten durch die Sandwüsten, durch die durch Kalkstrukturen gezeichnete Weiße Wüste sowie die bizarre Bergwüste westlich von Hurghada, in der vor 2000 Jahren die Römer Steinbrüche betrieben.

Mit einem Foto eines Wüstenadlers und eines in Stein gehauenen Adler aus pharaonischer Zeit schloss Halke seinen Bericht. Er dankte den Zuhörer für ihr Interesse an seinen über zweistündigen Ausführungen. Diese verabschiedeten sich mit einem kräftigen Applaus.  

red

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