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Großer Applaus für kleine Künstler: Das Publikum in Stein freute sich über den Auftritt der Kindertanzgruppe der Siebenbürger Sachsen.

Bayerische Musik und afrikanische Rythmen

Stein feiert kunterbuntes Stadtteilfest

Geretsried - So international, multikulturell und integrativ war das Stadtteilfest in Stein noch nie. Trotz des schlechten Wetters strömten am Samstag zahlreiche Besucher zum Jugendtreff Ein-Stein.

Es war von allem etwas geboten: ein bisschen alte Heimat mit den Tanzaufführungen der Kinder- und der Jugendgruppe der Siebenbürger Sachsen. Ein bisschen Exotik mit der Trommelgruppe des Ein-Stein, die westafrikanische Rhythmen spielte. Sozialpädagogin Magdalena Poslawski hatte für die Kinder und Jugendlichen einen Trommellehrer organisiert, der die präsentierten Stücke mit ihnen einstudiert hatte. Ein bisschen Osteuropa darf in Stein mit seinen vielen russlanddeutschen Aussiedlern natürlich auch nicht fehlen. Die Volkstanzgruppe „EtjudN“ vollführte schwungvolle Tänze zu melancholischer Musik. Es war ein gelungenes, multikulturelles Stadtteilfest am Samstag.

Als Höhepunkt spielt die Band Oansno

Höhepunkt des Tages war der Auftritt der angesagten bayerischen Band Oansno. Zu ihrem Hit „Oane moan i pack i no“ hüpften Ein-Stein-Mitarbeiter und Besucher bestens gelaunt auf dem Vorplatz im Regen umher. Eine Gruppe junger Menschen mit Behinderung vom integrativen Freizeittreff klatschte begeistert in die Hände. Alpenwelle-Moderator Armin Münch, der früher einmal Praktikant in dem Jugendtreff gewesen ist, moderierte den Nachmittag launig.

Schlangestehen beim Kinderschminken

Ein-Stein-Leiterin Lilly Bühler freute sich, dass heuer so viele Einrichtungen, Vereine und Organisationen mitwirkten. Neu dabei war die Stadtbücherei mit einem Kasperltheater. Am Stand des Caritas-Kindergartens standen die jungen Besucher Schlange, um sich schminken zu lassen. Die Kindertagesstätte der Diakonie backte Waffeln und verkaufte Slush-Eis. Ein Bällebad, eine Hüpfburg und eine Bude zum Dosenwerfen sorgten für Volksfeststimmung.

„Wir sind positiv überrascht, was hier los ist“, sagten Dominique und Tino Wolfram, die aus dem Musikerviertel gekommen waren, weil ihre neunjährige Tochter Amelie sich mit einer Freundin aus Stein auf dem Fest treffen wollte. Während Amelie sich Zöpfe ins Haar flechten ließ, fanden die Eltern Bekannte zum Ratschen.

Auch wenn einige Besucher aus Geretsried-Mitte und Gartenberg vorbeigeschaut haben: Kerstin Halba sagt, sie habe doch wie in den Jahren zuvor überwiegend Steiner Bürger beim Stadtteilfest gesehen. Die Vorsitzende des Trägervereins Jugend- und Sozialarbeit, der das Ein-Stein betreibt, lebt selbst in dem Stadtteil.

"Hier kennt jeder jeden"

„Hier kennt jeder jeden“, beschreibt Jutta Michel, Leiterin des Diakonie-Kindergartens, den besonderen Charme Steins. Für Dagmara Sosnowska, die Leiterin des Projekts Integration aktiv, ist das Schöne am Stadtteilfest, dass alle zum Gelingen beitragen können: egal ob Profis, Halbprofis oder Laien. So wurde die Leistung der acht- bis zwölfjährigen Kinder aus dem Trommel-Workshop mit ebenso großem Applaus bedacht wie die einstündige Show von Oansno. Vom Regen ließ sich niemand die Freude am Feiern verderben.

Pizza und Leberkassemmeln schmeckten unterm Zeltdach. Die Jungs hatten ihren Spaß daran, beim Fußballspielen im Regen klatschnass zu werden. Nur einige kleine Mädchen waren darauf bedacht, dass ihre kunstvolle Gesichtsbemalung vom Kinderschminken nicht gleich wieder verlief.

Tanja Lühr

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