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Auf Expansionskurs: Beliebtes bayerisches Tiefkühl-Pizza-Unternehmen kauft Werk in Thüringen

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Von: Susanne Weiß

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Firmensitz von Franco Fresco in Geretsried
Erfolgreiches Unternehmen: Franco Fresco wird künftig nicht mehr nur in Geretsried Tiefkühlpizza herstellen. © Sabine Hermsdorf-Hiss

Das Unternehmen Franco Fresco wächst weiter. Künftig sollen die beliebten „Gustavo Gusto“-Pizzen an einem zweiten Standort hergestellt werden.

Geretsried – Der Hunger nach Gustavo-Gusto-Tiefkühlpizza ist groß: Im Herbst vergangenen Jahres hatte Christoph Schramm, Gründer und Geschäftsführer von Franco Fresco, daher angekündigt, expandieren zu wollen. Am Montag meldete das Geretsrieder Unternehmen Vollzug. Ein zweiter Produktionsstandort ist gefunden, er liegt in der thüringischen Kleinstadt Artern. „Mit dem neuen Standort können wir unsere Expansionsstrategie in den nächsten Jahren erfolgreich umsetzen. Wir haben uns viel vorgenommen“, so Schramm in einer Pressemitteilung.

In Thüringen übernimmt Franco Fresco ein ehemaliges Fertigungswerk des Tiefkühl-Backwarenherstellers Aryzta. Das Schweizer Unternehmen beliefert unter anderem die Fastfood-Kette Subway. Laut der Thüringer Allgemeinen will sich der Konzern auf seine wichtigsten deutschen Standorte in Eisleben (Sachsen-Anhalt) konzentrieren und gab daher vergangenes Jahr seine Produktion in Artern auf.

Produktion soll nächstes Jahr starten

„Das ehemalige Werk von Aryzta entspricht genau den von uns gestellten hohen Anforderungen für die Herstellung unserer Gustavo-Gusto-Tiefkühlpizzen“, so Schramm. Die bestehende Halle im Arterner Gewerbegebiet will das Geretsrieder Unternehmen aus- und umbauen. Die ersten Tiefkühlpizzen sollen dort Anfang des nächsten Jahres hergestellt werden. Zum Kaufpreis und der Investitionssumme macht das Unternehmen keine Angaben.

Artern hat vor einigen Jahren Schlagzeilen durch die MDR-Doku-Soap „Stadt der Träume“ über das Leben von Arbeitslosen gemacht. Mehr als jeder Vierte hatte damals keinen Job, zeitweise gab es in Artern die höchste Arbeitslosigkeit in ganz Deutschland, schreibt der Spiegel. Vergangenen Dezember lag die Arbeitslosenquote im Kyffhäuserkreis bei 7,8 Prozent. Franco Fresco will in der Kleinstadt an den Autobahnen A71 und A38 zirka 60 Arbeitsplätze schaffen. Bislang seien fast noch alle Stellen unbesetzt. Sie würden rechtzeitig ausgeschrieben.

Standort in Geretsried bleibt erhalten

Christoph Schramm, gebürtiger Münchner, gründete Franco Fresco 2014 als Start-up-Unternehmen an der Geretsrieder Spreestraße. Anfangs stellten 15 Mitarbeiter rund 2000 Pizzen täglich her. Die Nachfrage steigt seither rasant. Das Unternehmen vergrößerte sich und produziert seit 2018 auf dem Gelände der ehemaligen Großmetzgerei Sieber an der Böhmerwaldstraße. Dort arbeiten laut Unternehmensangaben inzwischen 320 Frauen und Männer. Vergangenes Jahr produzierten sie 20 Millionen Pizzen. „Wir haben uns am Markt in Deutschland, Österreich und der Schweiz sehr gut etabliert“, so der Geschäftsführer.

Aufgrund der hohen Nachfrage stoße die Produktionsstätte in Gartenberg regelmäßig an ihre Kapazitätsgrenzen. Eine Produktionserweiterung lasse sich aufgrund der vorhandenen Fläche und der begrenzten Möglichkeiten der Infrastruktur hier nicht verwirklichen, so Schramm. Die neue Produktionsstätte in Thüringen kündigt Franco Fresco aber ausdrücklich als zweiten Standort an. Der zentrale Verwaltungssitz samt Pizzaherstellung soll Geretsried bleiben, betont der Geschäftsführer. Mit dem zusätzlichen Standort Artern strebe das Unternehmen im ersten Schritt eine Verdopplung der bisherigen Jahresmenge an.

sw

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