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Auch diese zwei Schlümpfe waren beim Faschingstreiben in Geretsried dabei.

Wenn Robin Hood mit einer Urzel tanzt

So war das Faschingstreiben in Geretsried

Geretsried - Mit einem fröhlichen Treiben auf dem Karl-Lederer-Platz klang gestern der Fasching in Geretsried aus. Den Winter, der keiner war, hatten zuvor die Urzeln vertrieben.

Bilder vom Geretsrieder Faschingstreiben 2016

Das Gerassel, Kuhglockenläuten und Peitschenknallen war schon von Weitem zu hören. Über den Martin-Luther-Weg näherten sich 49 schaurige Gestalten in schwarzen Zottelkostümen und mit Masken dem Rathaus. Die Urzeln verjagten am Faschingsdienstag traditionell die bösen Geister des Winters.

Die Urzeln holen den Bürgermeister ab

Angeführt wurde die Zunftgruppe der Siebenbürger Sachsen von Horst Wagner. „Uns gibt es seit 30 Jahren. 1986 fingen wir mit 13 Mitgliedern an, seitdem vermehren wir uns stetig“, freut sich der Zunftmeister. Bürgermeister Michael Müller wusste den Besuch zu schätzen. Es sei ihm eine Ehre und Freude, die Urzeln zu empfangen, sagte der als Robin Hood verkleidete Hausherr. Nach der Begrüßung vollführten Horst Wagners Enkel Felix (8) und Maria (12) ein kleines Kunststück. Sie balancierten je ein halbvolles Weinglas auf der Innenseite eines Reifens, den sie im Kreis und über ihre Köpfe schwangen.

Auf dem Karl-Lederer-Platz geht's rund

Eines der Gläser durfte Michael Müller im Anschluss leeren. Zusätzlich mit Sekt und Orangensaft gestärkt führten ihn die Urzeln auf den Karl-Lederer-Platz. Dort wartete schon die Band „Blow up“. Der schneidige Rathauschef eröffnete das närrische Treiben mit dem Schneewalzer, zu dem ihn eine Urzelfrau aufforderte. Der Tanz ging über in eine Polonaise, bei der sich die Zottelgestalten mit Hühnern, Clowns und Schlümpfen vermischten. Besonders aufwändig hatten sich Monika und ihre Tochter Sandra Kubalik verkleidet. Sie gingen als Pandabären. In ihren Plüschkostümen gerieten die beiden bei den milden Temperaturen ganz schön ins Schwitzen.

„Wir kommen jedes Jahr. Die Musik ist toll. und man trifft immer einen Haufen Leute“, sagt Monika Kubalik. Als Faschingsfan bekennt sich auch Steffi Gerner. Die 23-jährige Geretsriederin kickt beim BCF Wolfratshausen und hat Freunde und Familie mit roten Mannschafts-Trikots ausgestattet. Die Elf war fast komplett, Werner Gomoll ging als Maskottchen in Form eines Fußballs. „Wir denken uns immer ein Motto aus und feiern zusammen auf dem Karl-Lederer-Platz“, sagt Karina Zorn.

Beim Auftritt der „Island Dancers“ der Narreninsel Wolfratshausen um 15 Uhr war die Stimmung bereits bestens. Die Zuschauer klatschten begeistert zum Auftritt der Jugendgarde und des Prinzenpaars Nadine I und Alexander III. Zum ersten Mal zeigten heuer auch die Cheerleader des Eissportclubs (ESC) eine flotte Choreografie. Wer Lust hatte, ließ den Fasching beim Kehraus der Narreninsel in der Gaststätte Isarwinkel ausklingen. Deren Präsident Franz Hübler warb am letzten Tag der Saison um Nachwuchs für die nächste. Kinder und Jugendliche seien immer herzlich willkommen, sagte er.

von Tanja Lühr

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