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Freude bei der FDP: Die Partei will wieder durchstarten im Landkreis.

Erfolg bei der Bundestagswahl

Günther Fuhrmann: Die FDP ist eine „intelligente Protestpartei“

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Günther Fuhrmann sitzt derzeit als einziger  Vertreter der FDP im Geretsrieder Stadtrat und Kreistag. Nach dem Erfolg bei der Bundestagswahl will seine Partei wieder durchstarten im Landkreis.

Geretsried – Die FDP ist mit 12,4 Prozent der Stimmen zweitstärkste Partei im Wahlkreis 223 (Bad Tölz-Wolfratshausen/Miesbach). Bundesweit kommen die Liberalen auf rund 10,7 Prozent und ziehen nun wieder in den Bundestag ein. Über die Gründe für diesen Erfolg und das weitere Vorgehen der Partei hat unsere Mitarbeiterin Magdalena Höcherl mit Günther Fuhrmann gesprochen. Der 73-jährige Geretsrieder sitzt derzeit als einziger Vertreter der FDP im Stadtrat und Kreistag.

Herr Fuhrmann, die FDP ist zweitstärkste Kraft im Wahlkreis 223.

Ja, das ist kaum zu glauben. Im Landkreis sind es zwölf Prozent. Das sind wir seit Langem nicht mehr gewohnt. Es ist ein gutes Ergebnis – auf Bundes-, aber auch auf kommunaler Ebene.

Warum waren die Liberalen so erfolgreich?

Meiner Meinung nach ist das Wahlergebnis überwiegend Spitzenkandidat Christian Lindner zu verdanken. Er hat im Wahlkampf zu verschiedenen Themen, die in der Großen Koalition zu kurz gekommen sind, deutlich Position bezogen, zum Beispiel Bildung und Digitalisierung. Aufgrund der Wählerwanderung sind wir wohl auch eine Protestpartei gegenüber der GroKo, aber eine intelligente.

Wird die FDP im Landkreis nun wieder mehr Präsenz zeigen?

Auf jeden Fall. Jetzt geht es darum, aus dem Klientel der FDP-Wähler Interessenten zu finden, die den Mut haben, sich auf kommunaler Ebene für diese liberale Politik einzusetzen. Wir müssen die Leute besser informieren und stärker auftreten. Momentan bin ich alleiniger Vertreter im Kreisrat und im Geretsrieder Stadtrat. Das muss sich in Zukunft ändern.

Und wie geht es auf Bundesebene weiter?

Das ist momentan noch schwierig zu sagen. Wie die FDP im Bundestag agiert, hängt meiner Ansicht nach davon ab, ob die SPD tatsächlich wie angekündigt in die Opposition geht und wie stabil die AfD als Partei bleibt. Persönlich favorisiere ich die Jamaika-Koalition mit CDU/CSU und den Grünen. Jedoch gibt es hier auch einige Aspekte, die richtig gestellt werden müssen. Die Parteien müssen sich ja vier Jahre lang verstehen.

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