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Hinter Gittern: Die Ferienpasskinder schauten sich die Zelle in der Geretsrieder Polizeiinspektion an.

Verbrecherjagd mit Druckerschwärze

Ferienpass: Kinder kommen bei der Polizei hinter Gitter

Geretsried – Fingerabdrücke, Pistole, Schutzweste, Gefängniszelle: Für drei Mädchen und sieben Buben öffnete die Geretsrieder Polizei im Rahmen des Ferienpasses ihre Tür.

Madeleine Halemba und Andreas Gremler standen den Kindern Rede und Antwort. „Wir wissen, dass ihr euch brennend interessiert, was in der Polizei so abläuft“, begrüßte Gremler die Kleinen. „Deswegen organisieren wir solche Dinge wie heute.“

Der Ermittlungsbeamte Robert Krämer erklärte zu Beginn, wie das Prozedere abläuft, wenn jemand wiederholt Straftaten begangen hat: „Wir machen Fotos aus verschiedenen Perspektiven, schreiben Größe und Gewicht auf und nehmen Fingerabdrücke.“ Dann werde alles zur Verwaltung nach München geschickt. Sollte das nächste Mal eine Beschreibung eines Anzeigenstellers auf den Straftäter passen, werde ihm ein Foto zur Identifikation gezeigt.

Im Anschluss durften die Kinder mit Druckerschwärze Fingerabdrücke machen. Diese Arbeitsweise ist in Geretsried noch immer üblich. Danach zeigte Polizistin Halemba her, was sie alles bei sich im Gürtel herumträgt: Pfefferspray, eine Taschenlampe, Handschuhe, Handschellen und die Pistole. Für die interessierten sich vor allem die Buben. Sie wussten, wofür sie verwendet wird. „Ihr schaut eindeutig zu viel Fernsehen“, stellte Gremler fest. „Schießen ist das letzte, was wir tun – wenn gar nichts anderes hilft.“ Halemba fügte hinzu, dass keiner der Polizisten seine Pistole benutzen mag. Ihren Spaß hatten die Kinder dann auch im Keller, als sie eine Zelle anschauten. Die Tür blieb natürlich offen. Wieder oben griffen sie noch zum Lasergerät und testeten, wie schnell Autos fahren.

von Jessica Höck

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