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Treue Mitglieder wurden in der Jahresversammlung geehrt. Das Foto zeigt (vorne, v. li.): Andreas Polz (30 Jahre Mitgliedschaft), Michael Müller (Bürgermeister), Florian Krautschneider (10), Maxi Elgas (10), Alexander Strauß (10), Erik Machowski (Erster Kommandant); (2. Reihe, v. li.) Stefan Wirag (25), Benjamin Döring (10), Kevin Bamann (10); (3. Reihe) Martin Bossek (25), Sebastian Wiegand (20), Dieter Kagerer (30); (4. Reihe:) Benjamin Jung (Zweiter Vorstand), Daniel Heynig (Zweiter Kommandant), Sebastian Helfrich (15), Andre Sydoriak (20) und Florian Effenberger (Vorsitzender). 

Jahresversammlung

Die Feuerwehr Geretsried  ist da, wenn andere noch feiern

Für die Freiwillige Feuerwehr hat das neue Jahr mit einem Großeinsatz begonnen. Bei der Jahresversammlung blickten die Ehrenamtlichen aber nochmal auf 2017 zurück. Und auch da gab es viel zu tun.

Geretsried – Der Brand des Mehrfamilienhauses an der Sudetenstraße 43 in der Silvesternacht hielt die Einsatzkräfte teilweise bis zu 17 Stunden in Atem. Bürgermeister Michael Müller zollte der Freiwilligen Feuerwehr in deren Jahresversammlung Respekt. „Ihr seid da, wenn andere noch feiern“, sagte er. Hohe Anerkennung sprach der Rathauschef den Ehrenamtlichen aber nicht nur für diesen Einsatz aus. „Ihr seid unentbehrlich für unsere Stadt“, dankte Müller.

Vorsitzender Florian Effenberger blickte am Freitag im Gerätehaus auf ein arbeitsreiches 2017 zurück. Die Zahlen von einer der größten Stützpunktfeuerwehren des Landkreises sind beachtlich. Aktuell hat die Geretsrieder Feuerwehr 95 Mitglieder, davon 90 Männer und fünf Frauen. 255 Einsätze leisteten die Ehrenamtlichen, darunter waren 24 Brände. Die Ursache der 68 Fehlalarme führte Kommandant Erik Machowski auf die neu eingeführten Brandmelder zurück: „Aber lieber einmal mehr nachgeschaut.“

Technische Hilfeleistungen gehören zu den Hauptaufgaben

Technische Hilfeleistungen gehören mit 153 Einsätzen zu den Hauptthemen der Geretsrieder. Ein Beispiel: Am 11. Januar 2017 beförderten Feuerwehrleute einen 180 Kilo schweren Menschen per Hebebühne und Schwerlasttrage aus dem Fenster einer Wohnung an der Johann-Sebastian-Bach-Straße. Mit dem Wechsellader brachten sie den erkrankten Bewohner ins Krankenhaus.

Unter einem hohen Koordinationsbedarf konnte der Großflächenbrand in der Pupplinger Au im März in einer Gemeinschaftsaktion mit den benachbarten Feuerwehren schnell erfolgreich gelöscht werden. Weniger spektakulär, dafür aber „berührend“ fand Machowski, die Sommer-Aktion der Heimatzeitung, bei der sich die Ehrenamtlichen im Eiscafé L’Arena eine Kugel Eis für ihren selbstlosen Einsatz abholen konnten. Der Kommandant freute sich über die Anerkennung: „Die Arbeit der Rettungskräfte ist kein leichter Job.“

15.155 Kilometer in einem Jahr

Mit den zwei Gerätehäusern – im Norden und im Süden – sorge man „für eine schnelle Erreichbarkeit unserer Feuerwehrmänner, wenn es zum Einsatz kommt“, so Machowski. 15.155 Kilometer fuhren die 16 Fahrzeuge, darunter Löschfahrzeuge und Wechsellader, im Jahr 2017 zu Übungen und Einsätzen. Auch auf mehrere 1000 Übungsstunden kamen die Aktiven. Viele weitere stünden heuer wieder an, sagte Effenberger. Viele Übungen, Aus- und Weiterbildungen seien geplant, um im Notfall beste Hilfe leisten zu können.

Die hohen Anschaffungskosten, die der Verein im Jahr 2017 mit Unterstützung der Stadt Geretsried gestemmt hat, waren ebenfalls Thema in der Jahresversammlung. Ein neuer Abrollbehälter Umwelt, intern als „Büchse“ bezeichnet, wurde für zirka 80.000 Euro gekauft. Zwei neue Mannschaftswagen kosteten gesamt 140.000 Euro. Einen Einsatzwagen – die „rollende Kommandozentrale“ – schaffte die Feuerwehr für 165.000 Euro an. Die neue Drehleiter mit Schwertransportgabel und einer Reichweite über sechs Stockwerke hinaus ist für 650.000 Euro bereits bestellt und soll bis Dezember 2018 geliefert werden. Kreisbrandinspektor Christian Sydoriak rechtfertigte die hohen Kosten in der Versammlung: Kompetente Katastrophenhilfe gehe nur mit richtigem Gerät, hoher Motivation und guter Ausbildung des Personals. „Sie machen alles richtig. Mein Respekt“, lobte der Kreisbrandinspektor.

In diesem Jahr kommt noch eine weitere Aufgabe auf die Freiwillige Feuerwehr zu, wie Vorsitzender Effenberger erwähnte. 2019 feiert der Verein nämlich sein 70-jähriges Bestehen. Die Vorbereitungen der Jubiläumsfeier seien ein wichtiges Thema für 2018.

Mission Eis: Köstliches Dankeschön für unsere Rettungskräfte

Andrea Weber

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