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Förderverein Geretsrieder Heimatmuseum: Am Geld fehlt es ausnahmsweise nicht

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Die neu gewählte Vorstandschaft: (sitzend, v. li.) Johanna Hermann (Schriftführerin), Helmut Hahn (Vorsitzender) und Dr. Sabine Gus-Mayer (Kassierin) mit den Beiratsmitgliedern (stehend v. li.) Georg Hodolitsch, Stefan Rieder, Karl Raminger, Johann Depner, Gernot Schnabl und Dr. Wolfgang Pintgen.
Die neu gewählte Vorstandschaft: (sitzend, v. li.) Johanna Hermann (Schriftführerin), Helmut Hahn (Vorsitzender) und Dr. Sabine Gus-Mayer (Kassierin) mit den Beiratsmitgliedern (stehend v. li.) Georg Hodolitsch, Stefan Rieder, Karl Raminger, Johann Depner, Gernot Schnabl und Dr. Wolfgang Pintgen. © Hans Lippert

2022 ist es endlich soweit sein: Das begehbare Depot mit Exponaten, die im Museum der Stadt Geretsried keinen Platz finden, soll endlich seine Pforten öffnen.

Geretsried – Die vom Förderverein Geretsrieder Heimatmuseum seit Langem ersehnte Eröffnung des begehbaren Depots am Kirchplatz soll nächstes Jahr erfolgen. Das habe Kulturamtsleiterin Anita Zwicknagl ihm versprochen, teilte der Vereinsvorsitzende Helmut Hahn kürzlich in der Jahresversammlung in den Ratsstuben mit.

Eigentlich sollte das Lager mit Exponaten, die im Museum keinen Platz finden, bereits 2020 im Geretsrieder Jubiläumsjahr der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Geplant war eine Ausstellung von original Egerländer Trachten. Der Förderverein hatte dafür eigens Schaufensterpuppen angeschafft. Doch die Pandemie machte dem Verein einen Strich durch die Rechnung. Die Trachten waren laut Helmut Hahn bereits in einer Ausstellung in Marktredwitz zu sehen. Nach diesem Vorbild könnten sie 2022 in Geretsried gezeigt werden. Für das Museum oder das Depot konnte der Verein im vergangenen Jahr gemeinsam mit der Stadt auch eine alte Bleisetzerei und altes böhmisches Glas erwerben.

Zwei Projekte warten auf Umsetzung

Zwei weitere Vorhaben warten ebenfalls seit längerem auf ihre Umsetzung. Die Vereinsmitglieder haben bei der Stadt angeregt, dass diese einen Flyer für das Museum in Deutsch, Englisch und Französisch herausgibt. Sie würden zusätzlich Einleger in Tschechisch, Ungarisch und Rumänisch erstellen, den Sprachen, die in den Ländern der Heimatvertriebenen gesprochen werden. Außerdem soll eine ursprüngliche Baracke, wie sie ab 1945 den ersten Vertriebenen auf der Böhmwiese als Wohnung diente, an geeigneter Stelle als historisches Anschauungsstück wiederaufgebaut werden. Aus Brandschutzgründen wird sie wohl aber nicht betretbar sein.

Geschichten von Zeitzeugen in Mundart

Am Geld soll die Umsetzung dieser Ziele nicht scheitern. Der Verein hat nach Auskunft von Schatzmeisterin Dr. Sabine Gus-Mayer rund 95.000 Euro auf dem Konto. „Wir sind ja kein Sparverein, deshalb sollten wir einen Teil der Summe in Projekte stecken“, meinte Dr. Wolfgang Pintgen. Eine Idee ist ein Video mit Zeitzeugen – viele gibt es nicht mehr –, die in Mundart Geschichten über ihre alte Heimat und die Ankunft in Geretsried erzählen. Gerhard Aumüller vom Arbeitskreis Historisches Geretsried, der bereits den Jubiläumsfilm für die Stadt erstellt hat, würde das Video drehen. Er betonte, dass man dem Interview-Projekt von BR-Autorin Dr. Sybille Krafft in Kooperation mit der Stadt keine Konkurrenz machen wolle.

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Auch Helmut Hahn will das angesparte Geld sinnvoll ausgeben. 20.000 Euro sei der Verein bereit für Zimmererarbeiten an der alten Baracke ausgeben. Außerdem wolle man einen Betrag für die Sanierung der Nikolauskapelle spenden. Dort steht dringend die Erneuerung des kaputten Dachs an.

Verein hat 97 Mitglieder

Die Neuwahlen ergaben keine Änderungen. Helmut Hahn bleibt Vorsitzender des 97 Mitglieder zählenden Fördervereins. Sein Stellvertreter ist Martin Bruckner, Kassiererin ist Dr. Sabine Gus-Mayer, Schriftführerin Johanna Hermann. Dem erweiterten Vorstand gehören Johann Depner, Dr. Wolfgang Pintgen, Karl Raminger, Stefan Rieder, Doris Schmid, Uwe Thamm, Ursula Meyndt, Gernot Schnabl und Georg Hodolitsch an. Als Kassenprüfer fungieren Marlies Effenberger und Ewald Kailberth.

tal

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