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Die neu gewählte Vorstandschaft

Förderverein Geretsrieder Heimatmuseum

Ein Arbeitskreis fürs Depot ?

Die Stadt möchte ihr Archiv vom Rathaus in ein eigenes Gebäude in der Nähe des Museums auslagern. Der Vorsitzende des Fördervereins Geretsrieder Heimatmuseum, Helmut Hahn, machte in der Jahresversammlung einen Vorschlag für die Fassadengestaltung: Man könnte auf einer Gebäudewand die Geschichte eines Bunkers darstellen – von der gut getarnten Munitionsfabrik über die teilweise Demontage bis zur Aufstockung der Grundmauern zu einem Wohnhaus. „Dafür würden wir Geld zur Verfügung stellen.“

Geretsried – Fördervereins-Schatzmeisterin und CSU-Stadträtin Dr. Sabine Gus-Mayer begrüßte die Idee, bat die Vereinsmitglieder aber um Geduld. Die Stadt plane eine Kunstmeile rund um das Rathaus. Neben dem Archiv sollten auch die Bücherei und die Volkshochschule ins Zentrum umziehen, sagte sie. „Das alles wird im Rahmen eines Wettbewerbs vorbereitet. Wenn es so weit ist, können wir unsere Anregung einfließen lassen.“ Gus-Mayer zufolge wird es eine Übergangslösung für das Stadtarchiv geben, das momentan keinen festen Platz hat. Eine Vollzeitstelle für einen Archivar sei bereits ausgeschrieben.

Mitglied Ernst Walko fragte nach, warum das Museums-Depot am Kirchplatz nicht endlich eingerichtet und regelmäßig für interessierte Bürger zugänglich gemacht werde. Er werde oft von anderen Heimatvertriebenen angesprochen, die Leihgaben für das Depot zur Verfügung gestellt hätten. Deren Enkel würden sich gerne die geretteten Gegenstände aus der alten Heimat anschauen. Das sei aber nicht möglich. Helmut Hahn ermunterte die Mitglieder, einen Arbeitskreis Depot zu gründen, um das Projekt voranzubringen. Denn auch die Puppen für die Trachten der Landsmannschaften und die Regale für die Bücher fehlten immer noch. Er verstehe, dass Kulturamtsleiterin Anita Zwicknagl viel zu tun habe, doch man warte jetzt schon seit drei Jahren auf das begehbare Depot.

Finanziell steht der Förderverein gut da. 109.000 Euro liegen laut Gus-Mayer auf dem Konto. 2.500 Euro habe man heuer für den Kauf einer neuen Brunnenfigur gespendet, nachdem eine der „drei Grazien“ zerstört worden war. Da die beiden verbliebenen Skulpturen im Vergleich zu der neuen etwas schmuddelig wirken, will der Verein für ihre Reinigung ebenfalls Geld spenden. 25.000 Euro liegen nach wie vor für den Aufbau einer alten Baracke auf dem Museumsgrundstück auf der Seite. Hinderungsgründe seien Statik und Brandschutz, berichtete Hahn. Wiederholen will man 2018 einen Vereinsausflug, der heuer in die Vertriebenenstadt Neugablonz führte. Gus-Mayer will die Fahrt organisieren.

Die Neuwahlen ergaben kaum Änderungen. Lediglich Gernot Schnabel gab seinen Stellvertreter-Posten auf. Die neue Vorstandschaft besteht aus Helmut Hahn (Vorsitzender), Martin Bruckner (Stellvertreter), Dr. Sabine Gus-Mayer (Kasse), Johanna Hermann (Schriftführerin). Zu Beisitzern wurden Johann Depner, Dr. Wolfgang Pintgen, Karl Raminger, Stefan Rieder, Doris Schmid, Ursula Meyndt, Gernot Schnabel, Franz Wagner, Georg Hodolitsch, Hubert Tyla und Uwe Thamm gewählt.

Tanja Lühr

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