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Geburtstagsfest unterm Maibaum: Im Rahmen ihres Maifests feierte die Schulfamilie der Franz-Marc-Schule am Mittwoch das 50. Schuljubiläum. 

Erinnerung an ein lustiges Detail

Franz-Marc-Schule feiert 50-Jähriges: Diese Anekdote erzählt man sich noch heute

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Dieses Schuljahr ist das 50. der Franz-Marc-Schule. Der runde Geburtstag wurde am Mittwoch gebührend auf dem Schulgelände gefeiert. So viel Platz wie dort hatten die Schüler nicht immer - was für eine lustige Erinnerung sorgt.

Geretsried – Als der heutige Schulleiter Martin Tiefenmoser geboren wurde, wurden die ersten beiden Sondervolksschulklassen im nördlichen Landkreis unterrichtet. 50 Jahre später hat die Franz-Marc-Schule runden Geburtstag. Am Mittwoch feierte die Schulfamilie das Jubiläum im Rahmen ihres Maifests. Die Mädchen und Buben der Schülerschaft begeisterten die Gäste mit sorgfältig einstudierten Auftritten und ließen das „Geburtstagskind“ hochleben.

Die Geschichte des sonderpädagogischen Förderzentrums beginnt aber nicht am Ort des heutigen Geschehens. Das Schulhaus am Robert-Schumann-Weg bezogen Lehrer und Schüler erst im Schuljahr 1974/75. Gegründet wurde die Franz-Marc-Schule im Gebäude der Volksschule in Wolfratshausen. Dort wurden ab 1967 zwei Sondervolksschulklassen unterrichtet. „Das war eine große Revolution bayernweit“, sagt Tiefenmoser. Mit dem Sonderschulgesetz, das ein Jahr zuvor verabschiedet worden war, konnten solche Klassen gebildet werden.

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Bereits im Schuljahr nach der Gründung hatte sich die Klassenzahl verdoppelt. Deswegen zogen die Schüler ins alte Amtsgericht um. Doch auch dort war nicht viel Platz. Es gibt eine Anekdote, die man sich über den damaligen Schulrat erzählt. „Er war sehr beleibt und unterrichtete deswegen bei geöffneter Tür vom Gang aus“, berichtet Tiefenmoser, der seit 2013 Schulleiter ist.

Erleichterung brachte da das eigene Gebäude – zentral gelegen in Geretsried und auf einem großzügigen Grundstück, das der Landkreis gekauft hatte. „Unsere Schüler brauchen viel Raum“, erklärt Tiefenmoser. Aufgrund der Probleme im emotionalen oder sozialen Bereich sei es wichtig für die Mädchen und Buben, dass sie sich in den Pausen über das ganze Gelände verteilen können. Dann spielen sie Fußball oder suchen sich etwas aus dem Spieleraum aus. „Hier fühlen sich die Schüler sehr, sehr wohl“, sagt der Schulleiter. Dank großzügiger Spenden kann im Sommer sogar mit dem Bau eines großen Spielplatzes begonnen werden.

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Das Schulgebäude an sich ist inzwischen allerdings in die Jahre gekommen. „An sehr kalten Tagen brauchen wir in manchen Klassenzimmern zusätzliche Heizgeräte, an sehr heißen Tagen dagegen sind die Räume kaum noch zu belüften“, berichtet Tiefenmoser. Über Sanierung oder Neubau wird bereits seit Jahren diskutiert, zwischenzeitlich stand sogar ein Umzug im Raum.

Die Franz-Marc-Schule bietet den 130 Schülern einen Schonraum. Während es an den Regelschulen darum geht, an Noten und Abschlüssen messbare Leistungen zu erbringen, „können unsere Schüler diese Leistung aus verschiedenen Gründen nicht erbringen“, erklärt Tiefenmoser. Insgesamt 22 Lehrkräfte sowie zusätzliche Mitarbeiter für die offenen und geschlossenen Ganztagsangebote unterstützen die Mädchen und Buben tagtäglich, ihr Leben bunt anzumalen, „wie Franz Marc es auch getan“. So heißt es im Schullied.

sw

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