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Märchenstunde: Bastiaan Blomhert (li.) und Prof. Johannes Umbreit führten für den Partnerschaftsverein die Geschichte von Babar, dem kleinen Elefanten, auf. 

Partnerschaftsverein Geretsried-Chamalières

Französischer Kulturgenuss

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Geretsried – Nicht die französische Kulinarik, sondern die Kultur stand diesmal im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung des Partnerschaftsvereins Geretsried-Chamalières. Zu hören bekamen die Mitglieder im Ingrid-Obser-Saal der Musikschule das Märchen von Babar, dem kleinen Elefanten.

Seit 33 Jahren besteht zwischen den Städten Geretsried und Chamalières eine Partnerschaft. Mit Leben gefüllt wird diese Verbindung durch regelmäßige Besuche. Heuer waren 60 Bürger aus der Kommune in der Auvergne in Geretsried zu Gast (wir berichteten). Laut Gerhard Meinl, Vorsitzender des Partnerschaftsvereins, gibt es jährlich einen Schüleraustausch mit Gymnasium und Realschule, der sehr erfolgreich sei. Daraus seien „echte Freundschaften“ entstanden. „Allerdings ist es bislang ein Wochenprogramm“, teilt der Dritte Bürgermeister mit. Trotzdem habe es bei den Schülern eine Welle der Begeisterung ausgelöst.

Meinl zufolge nutzen die Schüler aus beiden Städten aktiv das Internetforum „Brigitte Sauzay“, um einen längeren Auslandsaufenthalt mit Schulbesuch zu organisieren. Über Sabine Apprecht, Lehrerin am hiesigen Gymnasium, sind momentan fünf Schüler offiziell an Geretsrieder Schulen für einen Zeitraum von zwei bis drei Monaten angemeldet. In dieser Zeit leben sie in Geretsrieder Familien und besuchen den Unterricht zusammen mit ihrem Austauschpartner ihrer Altersklasse. „Eine Schülerin besucht sogar die Musikschule und nimmt am Geigenunterricht teil“, berichtet Meinl. Im Januar wird der Gegenbesuch der Geretsrieder Schüler in Chamalières erfolgen. In der Versammlung wurde diese Entwicklung als sehr positiv bewertet. „Hier liegt die Basis für die deutsch-französische Freundschaft.“

Nach dem offiziellen Teil wurde die Geschichte vom Elefanten Babar in deutscher Sprache aufgeführt. Jean de Bunnhoff hatte diese Geschichte 1940 für seine Neffen und Nichten geschrieben. „Jedes Kind in Frankreich kennt sie, wobei sie eben auch zugleich ein Märchen für Erwachsene ist“, so Meinl. Die Erzählung mit Bildern übernahm Musikwissenschaftler Dr. Bastiaan Blomhert aus Ascholding, sonst ein Spezialist für Harmoniemusik aus dem 18. Jahrhundert. Am Flügel wurde er von Johannes Umbreit, Professor an der Münchner Musikhochschule, begleitet.

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