Stehen hinter dem Projekt: die Gründungsmitglieder Michael Kling, Marina Meyndt (vorne), Martin Bruckner, Wolfgang Kohler, Florian Kübler, Dr. Gabriele Rogge, Nicole Ebner, Jennifer Kübler (vorne), Götz Alexander Feldmann und Jutta Breuer.
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Stehen hinter dem Projekt: die Gründungsmitglieder Michael Kling, Marina Meyndt (vorne), Martin Bruckner, Wolfgang Kohler, Florian Kübler, Dr. Gabriele Rogge, Nicole Ebner, Jennifer Kübler (vorne), Götz Alexander Feldmann und Jutta Breuer.

7500 Euro sind als Starthilfe notwendig

Für neue Mitmach-Werkstatt: „Nagel und Faden“ läutet Spendenaktion ein

Der Verein „Nagel und Faden“ will eine mitmach-Werkstatt in Geretsried gründen. Für den ersten Start braucht es 7500 Euro. Sie sollen über eine Crowdfunding-Aktion zusammenkommen.

Geretsried – Der Verein ist gegründet, die Räume am Bunsenweg stehen bereit: Nun bittet „Nagel und Faden e. V.“ um finanzielle Unterstützung für seinen ersten Start in Richtung Mitmach-Werkstatt. Das Team hat eine Crowdfunding-Aktion über die Raiffeisenbank Isar-Loisachtal gestartet.

Zuvor musste der Verein 75 Unterstützer beziehungsweise Fans für die Plattform gewinnen. „Wir hatten sie innerhalb von einem Tag und sechs Stunden beisammen“, berichtet Vorsitzende Dr. Gabriele Rogge erfreut. „Nagel und Faden“ erfahre viel Zuspruch, aber es gebe doch eine Hürde, sich online für etwas zu registrieren. Daher habe sie nicht damit gerechnet, dass es so schnell gehen würde. „Das ist richtig super.“

Als erste Starthilfe braucht der Verein 7500 Euro, diese Summe ist das Spendenziel bis Ende Juli. Sollte über das Crowdfunding nicht genug zusammenkommen, erhalten die Spender ihr Geld zurück. „Wenn wir das Ziel nicht erreichen, bekommen wir nichts“, erklärt Rogge. Eine höhere Spendensumme sei aber möglich. Die Raiffeisenbank Isar-Loisach legt für jede Spende etwas drauf, solange noch etwas in ihrem dazu vorgesehenen Topf ist. Zwischen 5 und 20 Euro wird die Summe pro Spender verdoppelt, bei höheren Spenden gibt die Bank maximal 20 Euro hinzu. „Es sind also auch kleine Beträge wichtig“, sagt die Vereinsvorsitzende.

„Nagel und Faden“ hat große Pläne für seine angemietete Halle. Auf einer Gesamtfläche von rund 250 Quadratmetern sollen eine öffentliche Holz-, Textil-, Papier-, Keramikwerkstatt und ein Repaircafé entstehen. Zunächst wollte der Vorstand alles picobello umsetzen, bevor die Mitmach-Werkstatt eröffnet wird. Es sei aber sinnvoller, langsam zu wachsen, sagt Rogge. „Wenn alles so ausgebaut werden soll, wie wir es uns vorstellen, brauchen wir mehrere 10 000 Euro.“ Daher würden viele kleine Puzzleteilchen zu dem Projekt gehören. Der Verein sei etwa mit verschiedenen Stiftungen im Gespräch, ein Spendenflohmarkt ist geplant und möglicherweise wird es im Herbst eine weitere Crowdfunding-Kampagne geben.

Die Werkstatt namens „Nagel und Faden“ soll allen offenstehen. Jede und jeder kann kommen, um sie zu nutzen. Dahinter stecken die Gedanken des Teilens, den Platz an der Werkbank, das Werkzeug und das Wissen, und der Nachhaltigkeit. Selbermachen statt konsumieren, reparieren statt wegwerfen.

Mit der 7500-Euro-Starthilfe will das Team einige Möbel und einzelne Geräte für die Textil- und Holzwerkstatt anschaffen. Eine Menge Maschinen und Werkzeug sei dem Verein bereits zur Verfügung gestellt worden, es fehle aber noch etwas, um damit arbeiten zu können. Fürs Erste sind einzelne Veranstaltungen am Bunsenweg angedacht, etwa im Rahmen des Ferienpasses. Für alles Weitere braucht der Verein noch eine Nutzungsänderung der Halle für soziale Zwecke. Darüber hinaus ist derzeit der Finanzierungsplan in Arbeit. Rogge: „Hinter den Kulissen ist auf allen Ebenen mächtig etwas im Gange.“ sw

Info

Das Crowdfunding für „Nagel und Faden“ finden Sie hier.

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