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Das Hickhack um die Insolvenz der Firma Sieber geht weiter. 

Insolvente Großmetzgerei Sieber

Gegenwind für den Insolvenzverwalter

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Geretsried - Es war eine Art Generalangriff auf die Behörden, den der Insolvenzverwalter der Metzgerei Sieber, Dr. Josef Hingerl, am Donnerstag startete. Jetzt bekommt er Widerspruch. 

Es war eine Art Generalangriff auf die Behörden, den der Insolvenzverwalter der Metzgerei Sieber, Dr. Josef Hingerl, am Donnerstag startete. Unter anderem behauptete der Wolfratshauser Jurist, dass das renommierte Robert-Koch-Institut in Berlin sich von der Warnung distanziert habe, die das Verbraucherschutzministerium mit Blick auf sämtliche Sieber-Produkte herausgeben habe. Das ist mitnichten der Fall. Wie die Pressesprecherin des Instituts, Susanne Glasmacher, auf Nachfrage unserer Zeitung mitteilt, bleiben die Wissenschaftler bei ihrer Einschätzung. „Wir haben hier nichts zurückzunehmen und nichts zurückgenommen.“ Das Robert-Koch-Institut hatte einen Zusammenhang zwischen dem auf Sieber-Produkten aufgetauchten Listerien-Stamm und einer Reihe von Krankheits- und Todesfällen in Süddeutschland als wahrscheinlich bezeichnet. Darauf gestützt, hatte das Verbraucherschutzministerium im Internet vor Sieber-Produkten gewarnt und das Landratsamt den Vertrieb gestoppt.

Das Landratsamt will sich nicht provozieren lassen

Das Landratsamt wirft Hingerl indirekt vor, die Unwahrheit zu verbreiten. Dieser hatte behauptet, dass Sieber zu 50 Prozent nachpasteurisierte Ware produziert habe, die in der Verpackung noch einmal erhitzt werde und daher für Verbraucher völlig unbedenklich sei. Hätte man diese Ware von der Warnung ausgenommen, hätte Sieber wirtschaftlich überleben können. Das weist Dr. Michael Foerst zurück. „Wir haben den Betrieb jahrelang mehrfach kontrolliert, es gab darauf keine Hinweise.“ Hinter der Attacke vermutet er Kalkül: „Herr Hingerl vertritt eben die Interessen der Gläubiger.“ Das Landratsamt werde sich durch falsche Behauptungen nicht provozieren lassen.

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