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Bürgermeister geben Erklärung heraus

Geld für Tierheime: Fundtier-Vereinbarung festgezurrt

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Bad Tölz-Wolfratshausen – Die Bürgermeister des Landkreises haben die Inhalte der so genannten Fundtier-Vereinbarung festgezurrt. Sie regelt, wie die Gemeinden und Tierschutzvereine beim Umgang mit Fundtieren zusammenarbeiten.

Die Vereinbarung soll „allen Seiten Rechtsklarheit verschaffen“, teilt Michael Grasl, Sprecher der Bürgermeister, mit.

Wie berichtet sollen die Kommunen im Grundsatz jährlich 25 Cent pro Einwohner an die Tierschutzvereine weitergeben. Das ist ein Viertel dessen, was die Tierschützer gefordert hatten. Sie betreiben das Josefa-Burger-Tierheim in Gelting und das Maria-Much-Tierheim in Bad Tölz und kümmern sich dort um Fundtiere. Im November hatte Bernhard Wahler, Geschäftsstellenleiter des Tierschutzvereins Wolfratshausen-Geretsried und Umgebung, die Schließung des Geltinger Tierheims prognostiziert, sollten die Gemeinden nicht tiefer in die Tasche greifen. „Sie leisten so gut wie keine Unterstützung“, sagte er damals. Die neun Nordlandkreisgemeinden hätten 2014 zusammen insgesamt 9000 Euro Zuschüsse bezahlt – deutlich zu wenig. Der Verein schrieb tiefrote Zahlen. Inzwischen haben einige Kommunen Fundtierpauschalen festgelegt.

Laut Grasl gab es in der Vergangenheit immer wieder Umstimmigkeiten zur Verweildauer und medizinischen Behandlung von Fundtieren. Nach Einschätzung des Bayerischen Gemeindetags seien Fundtiere keine Gegenstände wie etwa ein Regenschirm. Daher könne man davon ausgehen, dass sich Eigentümer von verschwundenen Tieren zeitnah bei ihrer Gemeinde melden. Passiere das innerhalb von zwei bis maximal vier Wochen nicht, handle es sich um kein Fundtier, sondern ein herrenloses Tier. Für dessen Versorgung seien die Gemeinden nicht zuständig, so der Gemeindetag. Wenn es sich um ein Fundtier handle, entscheide zudem ausschließlich die Fundbehörde, wie mit den Tieren zu verfahren ist und welche medizinische Behandlung sie erhalten.

Die Vereinbarung, die die Bürgermeister ausgearbeitet haben, soll auf fünf Jahre mit Option auf Verlängerung abgeschlossen werden. Die Abschlüsse treffen die Gemeinden mit den Tierheimen einzeln. Sie können auch abweichende Pauschalen beschließen.

dor

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