Konzert auf dem Dorfplatz in Gelting mit dem „Acony Bell Trio“.
+
Rund 60 Besucher konnten die Abstandsregeln bei der Konzertpremiere auf dem Dorfplatz problemlos einhalten.

Kulturverein Isar-Loisach verhilft „Acony Bell Trio“ zu einer gelungenen Premiere

Dorfplatz empfiehlt sich als Konzertbühne

  • vonPeter Herrmann
    schließen

Open-Air-Konzert auf dem Geltinger Dorfplatz: Die neu gegründete Formation „Acony Bell Trio" feierte eine gelungene Premiere.

Gelting – Dass der Pavillon und der Platz vor dem Dorfladen wie geschaffen für Open-Air-Konzerte ist, zeigte sich schon bei diversen Dorffesten. Der Geretsrieder Musikschullehrer Benjamin Schäfer nutze nun diese idealen Voraussetzungen, um erstmals mit seiner neu gegründeten Formation „Acony Bell Trio“ aufzutreten. Unterstützung erfuhr er dabei vom Dorfladenteam und dem veranstaltenden Kulturverein Isar-Loisach (KIL), die die immer noch bestehenden Corona-Vorgaben problemlos meisterten.

Das schöne Wetter lockte am Dienstagabend rund 60 Zuhörer, darunter Musiker wie Josef Brustmann und Willi Sommerwerk, auf den Dorfplatz. Geboten wurde ihnen ein rund einstündiger Auftritt, der vor allem Freunde von leisen Jazz- und Folkklängen begeisterte.

Spielten ein Jazz-Folk-Mix: (v. li.) Jörg Weber, Mathias Götz und Benjamin Schäfer.

„Ich musste erst 40 Jahre alt werden, um nun Bandleader zu sein“, stellte sich Schäfer vor. Als Bassist in renommierten Bands wie „max.bab“, „Balloon Pilot“ und „Dreiviertelblut“ sammelte er viele Ideen und Einflüsse, die er nun zusammen mit dem Tenorsaxofonisten Jörg Weber und dem Posaunisten Mathias Götz kongenial umsetzte. Dabei kamen die Stücke ganz ohne Gesang aus, um ihre Wirkung zu entfalten. Neben Eigenkompositionen wie „Ellington“ oder „Schnecke“ coverte das Trio auch Songs der amerikanischen Bluegrass-Musikerin Gillian Welch. Am eindrucksvollsten gelang dies bei der von den Besuchern vehement geforderten Zugabe „Dear Someone“. Dieses eingängige Lied kündigte Schäfer in seiner typischen Bescheidenheit als „Kitsch“ an. Doch gerade davon hätten die Konzertbesucher gerne noch mehr gehört.

Für KIL-Vorsitzende Assunta Tammelleo, die auf dem Dorfplatz schon eine musikalische Demonstration für einen Kulturrettungsschirm organisiert hatte (wir berichteten), stand am Ende fest: „Diesen Platz wollen wir noch öfter für kulturelle Veranstaltungen nutzen.“ Sie hofft dabei auf die Unterstützung des Ordnungsamts der Stadt Geretsried, das das Konzert ohne großen bürokratischen Aufwand genehmigt hatte.

ph

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare