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Eine besondere Atmosphäre hat der Christkindlmarkt in Gelting. Ein Anziehungspunkt für die Kinder war die lebendige Krippe. 

Dank an heimlichen Bürgermeister

Geltinger Christkindlmarkt mit Wintersonnwendfeuer

Gelting – Eine familiäre Veranstaltung ist der Geltinger Christkindlmarkt. Auch heuer genossen Hunderte von Besuchern die besondere Atmosphäre. Den Dank dafür erhielt vor allem Landwirt Franz Wirtensohn.

Andrea Lerche, Monika Buxbaum und Bettina Baumgartner hatten vor neun Jahren die Idee, einen eigenen Geltinger Weihnachtsmarkt auf dem Dorfplatz auf die Beine zu stellen. Bisher war auch der Dorfladen immer mit einem Stand vertreten, diesmal zum ersten Mal nicht. Die drei Frauen, die traditionell heißen Hirschkuss und Waffeln verkaufen, wollten am Samstag einmal ihren Mitorganisator im Hintergrund, den Geltinger Landwirt und Stadtrat Franz Wirtensohn, loben.

„Man bezeichnet ihn ja scherzhaft als Bürgermeister von Gelting. Aber er ist auch der Motor dieser Veranstaltung. Er macht alles für sein Dorf. Ohne ihn würde gar nichts gehen“, sagt Andrea Lerche. Wirtensohn habe am Morgen noch einen Haufen Daxen gebracht, um die von der Brauchtumsgruppe Gelting zur Verfügung gestellten Holzbuden zu dekorieren. Er habe auf die Schnelle seinen Stadtratskollegen Volker Witte aus Geretsried überredet, als Ersatz-Nikolaus einzuspringen. Und er stelle seit Jahren seine vier Ziegen samt Gehege als Streichelzoo zur Verfügung. Die braven Tiere haben so exotische Namen wie Soraya, als würden sie geradewegs aus dem Morgenland kommen, um das Jesuskind in der Krippe zu bewachen. Ihre Hirten heißen dagegen Tommy Lerche und Benni Buxbaum und stammen aus Gelting – auch hier zeigt sich, dass der Christkindlmarkt eine richtige Familienveranstaltung ist, die sich aber auch immer wieder für neue Standbetreiber öffnet.

Katharina und Wolfgang Höpfner aus Geretsried etwa schenkten dieses Jahr zum zweiten Mal ihren köstlichen „Pflaumentraum“ aus. Zu kaufen gab es bei dem Ehepaar außerdem selbst gemachten Bratapfellikör, Holunderblütensirup und Marmeladen.

Die Kinder des Temenos-Kindergartens und des Kindergartens St.Benedikt sangen mit Einbruch der Dunkelheit Weihnachtslieder. Gleichzeitig entzündeten Sebastian Schrills und seine Freunde vom Burschenverein Holzscheite in großen Tonnen. Die Feuer sorgten für Wärme und Behaglichkeit, so dass es vor allem die Jugend bis kurz vor Mitternacht bei Schmalzbroten und Glühwein auf dem Markt aushielt.

Viele Besucher streichen sich den dritten Adventssamstag, an dem der Geltinger Christkindlmarkt traditionell stattfindet, jedes Jahr rot im Kalender an. Patrick und Verena Ahrens sind mit ihrem 20 Monate alten Sohn aus Geretsried gekommen, um die gemütliche Atmosphäre zu genießen. „Wir waren heuer schon in Benediktbeuern, und am Sonntag wollen wir nach Ambach. Wir mögen die kleinen Märkte ohne großen Kommerz“, sagt Patrick Ahrens.

Von Tanja Lühr

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