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Hilfe zur Selbsthilfe: Auch Schüler helfen beim Bau und der Installation der Solarlampen mit.

Serie: Der Ruf der Karibik

Geltinger hilft, Licht ins Dunkel zu bringen

Geretsried – Arbeiten, wo andere Urlaub machen. Jakob Eisfelder aus Gelting absolviert ein freiwilliges ökologisches Jahr in der Dominikanischen Republik. Mit dem Projekt „Litro de Luz“ will er Licht in die Elendsviertel abseits der Hotelburgen bringen. In unserer Serie „Der Ruf der Karibik“ schildert der 18-Jährige seine Eindrücke.

Wenn man sich für ein Freiwilligenjahr in einem Entwicklungsland entscheidet, denkt man sicherlich an ein Jahr voller neuer Erfahrungen und vor allem an ein soziales oder ökologisches Projekt, in dem man dann stark tätig wird. Auf dem Vorbereitungsseminar wird einem diese Vorstellung dann erst einmal genommen. Die persönliche Entwicklung des Freiwilligen stehe beim Programm „Weltwärts“ im Vordergrund; man sei als „Grünschnabel“ vor Ort aber kaum fähig, wirklich etwas Nachhaltiges im Sinne eines entwicklungspolitischen Freiwilligendienstes zu schaffen.

Nach mehr als drei Monaten im Land stelle ich glücklicherweise fest, dass auch diese Erwartung an mein Freiwilligenjahr, genau wie alle anderen, sich nicht wirklich bewahrheitet hat. Das Projekt „Litro de Luz“ wurde vor zwei Jahren von meinen Vorgängern in der Dominikanischen Republik ins Leben gerufen. Seit Anfang August bin ich zusammen mit zwei weiteren Deutschen Teil des Teams. Zusammen mit der Partnerorganisation Domino haben wir nach einer etwas schleppend verlaufenden Einarbeitungszeit nun doch schon einiges erreicht. Das gibt mir das Gefühl, mein Auslandsjahr etwas Sinnvollem zu widmen. Besonders vor dem Hintergrund, dass sich sehr viele Freiwillige über Unterbeschäftigung und wenig sinnvolle Arbeit beschweren, freue ich mich umso mehr, dass ich in meinem Einsatzplatz mittlerweile so gut ausgelastet bin. 

Erste Lampen erfolgreich installiert

Mitte November zum Beispiel hatten wir Besuch von „Litro de Luz México“, die mit uns nahe La Romana im Osten der Insel knapp 20  Daylights sowie sechs Solar-Straßenlampen installierten. Mit von der Partie waren auch zirka zwei Dutzend Freiwillige der dominikanischen PepsiCo-Niederlassung, die uns tatkräftig bei Bau und Installation unterstützten.

Seit Oktober wird unsere Arbeit bei „Litro de Luz“ außerdem durch die Zusammenarbeit mit einer Schule aus einem Vorort Santiagos ergänzt: Dort haben wir bis Anfang Dezember einen Kurs über nachhaltige Energie gegeben. Am Ende nahmen die Schüler an einem Workshop teil, in dem jeder seine eigene „Litro de Luz“-Lampe baute. Die zwischen 13 und 16 Jahren alten Teilnehmer des Kurses durften die Lampe dann mit unserer Hilfe bei sich zu Hause installieren, wobei der Großteil der Schüler seine Lampe an eine bedürftigere Familie in einem Vorort Santiagos spendete. Natürlich wurden die Schüler bei der Installation vergangene Woche stark eingebunden

Nächstes Projekt: ein Schulgarten

Unser nächster Schritt in der Zusammenarbeit mit der Schule ist der Aufbau eines Schulgartens auf den Flachdächern der Schulgebäude. Dort soll ab Anfang Januar eine breite Auswahl an Nutzpflanzen und einheimischen Gewächsen zur Wiederaufforstung herangezogen werden. Sammlung von Biomüll, Recycling von Getränkeflaschen zu Blumentöpfen und die Motivation der Schüler zum disziplinierten Gießen: Das alles steht bei uns auf der Agenda – fernab von Plätzchen backen und Weihnachtsstimmung. Die kommt bei 25 Grad einfach nicht so auf.

An dieser Stelle möchte ich allen meinen Lesern eine besinnliche Weihnachtszeit wünschen. Ganz herzliche Grüße besonders an alle Spender, die Familie und meine zurückgebliebene Crew. Wer mehr über das Projekt und meine Freiwilligenarbeit in der Dominikanischen Republik erfahren möchte, findet allerhand Posts und Fotos auf Facebook (/litrodeluz.rd). Außerdem freue ich mich natürlich sehr über Unterstützung für mein Auslandsjahr. Unter betterplace.org /p46723 gibt es ein digitales Spendenformular. Die Spende ist steuerlich absetzbar – und besonders in der Weihnachtszeit moralisch absolut vertretbar.

Von Jakob Eisfelder

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