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Gelungene Einweihung des neuen Anbaus an Lehrbienenstand in Buchberg

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Von: Doris Schmid

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Bienen hinter Glas: Besucher konnten durch transparente Schaubeuten den fleißigen Insekten live bei der Arbeit zusehen.
Bienen hinter Glas: Besucher konnten durch transparente Schaubeuten den fleißigen Insekten live bei der Arbeit zusehen. © Hans Lippert

Mit einem Tag der offenen Tür hat der Geretsrieder Imkerverein den neuen Anbau am Lehrbienenstand eingeweiht. Rund 450 Gäste feierten mit.

Geretsried – Dass Bienen für unser aller Wohlergehen überaus wichtig sind, ist mittlerweile bekannt. Insofern war es nicht verwunderlich, dass Geretsrieds Imkerverein zur Einweihung des neuen Anbaus an den Lehrbienenstand von Besuchern beinahe überrannt wurde. Laut einer Pressemitteilung feierten rund 450 Gäste am Tag der offenen Tür mit den stolzen Bienenhaltern bei Gut Buchberg.

Erweiterter Schulungsraum, neue Küche, rollstuhlgerechter Zugang

Auch lokale Prominenz dokumentierte mit ihrem Besuch, wie wichtig das Thema geworden ist. Landrat Josef Niedermaier schaute ebenso vorbei wie Pfarrerin Elke Soellner von der evangelischen Kirchengemeinde Ebenhausen, Geretsried katholischer Pfarrer Andreas Vogelmeier, die Zweite Bürgermeisterin der Stadt, Sonja Frank, und der Bezirksvorsitzende des Landesverbands Bayerischer Imker (LVBI) in Oberbayern, Josef Reithmeier. Die Gäste inspizierten von morgens bis abends den erweiterten Schulungsraum mit der neuen Küche, einer rollstuhlgerechten Rampe und einer Holzterrasse.

Neben dem Einblick in die Räumlichkeiten sowie allerlei Leckereien boten die Imkerinnen und Imker ihren Besuchern ein vielfältiges Programm. Nach der offiziellen Begrüßung des Vereinsvorsitzenden Frank Meinert, der die über 30-jährige Geschichte des Lehrbienenstands und die Bauzeit des neuen Anbaus rekapitulierte, spendeten Stadtpfarrer Vogelmeier und Pfarrerin Soellner den kirchlichen Segen. Beide Geistliche erinnerten daran, dass „das Imkern ein Geben und Nehmen aus der göttlichen Schöpfung“ sei.

Landkreis fördert Behandlung gegen Varroamilbe

Auf die zahlreichen, teils überregional bedeutsamen Lehrveranstaltungen des Imkervereins verwies Josef Niedermaier in seiner Ansprache. Der Landrat betonte laut Mitteilung, dass der Landkreis die Behandlung gegen die für die Bienen ansonsten tödliche Varroamilbe jährlich mit einem Sonderposten fördert. Selbst schon Erfahrung als Imkerin gesammelt hat Sonja Frank. Die Vize-Bürgermeisterin dankte dem Verein auch für die regelmäßige Teilnahme am Waldfest der Stadt.

Am Ende des offiziellen Teils lobte LVBI-Bezirksvorsitzender Josef Reithmeier die ehrenamtliche Leistung der Helferinnen und Helfer beim Errichten des neuen Anbaus, denn „am Geld allein liegt es nicht, dass so ein Projekt gelingt“. Der Verein hatte wie berichtet für die rund 100.000 Euro teure Erweiterung 50.000 Euro Spenden gesammelt, vom Landesverband Bayerischer Imker ein zinsgünstiges Darlehen erhalten und mehr als 1600 Stunden ehrenamtliche Arbeit in den Bau investiert.

Zeitreise durch die Geschichte der Imkerei

Die Gäste konnten sich nach den Festreden bei den ausgestellten historischen Beuten und Werkzeugen auf eine Zeitreise durch die Geschichte der Imkerei begeben, in zwei Schaubeuten durch Glas den Bienen live bei der Arbeit zusehen und unter Sonnenschirmen oder im schattigen Lehrbienenstand bei Getränken und gutem Essen den Klängen der Geschwister Demmel aus Königsdorf lauschen. Sie konnten frisch geschleuderten Honig kaufen und sich eine Diashow über den Bau des Lehrbienenstands sowie einen Kurzfilm ansehen.

Quiz für Kinder mit Fragen zur Biene

Auch Kindern wurde es nicht langweilig: Sie durften sich in einem Quiz mit Fragen zur Biene beweisen, das Puppentheater „Kasperl und die entführte Königin“ ansehen sowie mit Helium-Bienen-Luftballons spielen und mit bunter Straßenkreide malen. Nach einem ebenso anstrengenden wie unterhaltsamen Tag zog Frank Meinert zufrieden Bilanz: „Es war eine rundum gelungene Veranstaltung.“ Der Imker-Chef dankte „allen emsigen Helferinnen und Helfern sowie Spendern“, die dieses Fest ermöglicht hatten. Nun freut sich der Vorsitzende auf die ersten Veranstaltungen im neuen Schulungsraum.

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