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Eine Großbaustelle sind derzeit Verwaltungs- und Klassentrakt des Geretsrieder Gymnasiums. In einem Jahr soll dieser Sanierungsabschnitt fertig sein.

Arbeiten sollen im März 2020 abgeschlossen sein

Generalsanierung des Geretsrieder Gymnasiums im Zeitplan

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In den Tagen des Katastrophenfalls ruhte auch der Schulbetrieb am Geretsrieder Gymnasium. Doch das hatte keine Folgen für die aktuelle Sanierung. Es läuft alles wie am Schnürchen. 

Geretsried– Die Geretsrieder Gymnasiasten hatten wie die meisten Schüler im Landkreis nach den Weihnachtsferien schneefrei. Für die Arbeiter auf der Baustelle an der Adalbert-Stifter-Straße galt dies nicht. Der anhaltenden winterlichen Verhältnisse beeinträchtigten die Generalsanierung dennoch. „Die Baustelleneinrichtung war eingeschneit, und manche Firmen konnten nicht anfahren“, berichtet René Beysel.

Entscheidend sei diese Woche aber nicht gewesen, betont der Hauptamtsleiter. „Wir liegen im Zeitplan.“ Anfang Mai vergangenen Jahres haben die Arbeiten im zweiten Bauabschnitt der Generalsanierung – Klassentrakt und Verwaltung – begonnen. Er soll bis Februar, März 2020 abgeschlossen sein. Dann ziehen die Arbeiter in die Realschule weiter.

Die Baustelle im Gymnasium befindet sich mitten im Gebäude, ist aber durch Wände und Türen vom Schulleben abgeschirmt. Zuerst wurden die Räume in den Rohbauzustand gebracht, seit November sind diese Arbeiten abgeschlossen. Die alte Treppe ersetzt ein Provisorium aus Holz. „Sie wird den aktuellen Vorschriften angepasst“, erklärt Beysel. Im Gang sollen außerdem Sitzgelegenheiten und Vitrinen Platz finden.

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In der ehemaligen Toilette erinnert aktuell nichts an WCs und Waschbecken. Auch der Raum daneben ist noch leer. „Hier entstehen sogenannte Thinktanks, also ruhige Arbeitsräume für die Pausen und Freistunden oder Arbeitsgruppen.“ In den Klassenzimmern stehen statt Tischen und Bänken Baumaterialien und Werkzeuge. Die Arbeiter setzen derzeit die neuen Fassaden ein – samt Fensterbänken zum Sitzen. Parallel hat der Innenausbau begonnen. An den offenen Decken ziehen sich bereits die orangefarbenen Kabel der Brandmeldeanlage entlang. Auch einige der Rohre für die Lüftungsanlage sind montiert. „In einem Klassenzimmer müsste man mindestens alle 15 Minuten lüften“, erklärt Beysel. Die Lüftungsanlage wird den CO2-Gehalt eindämmen.

Wände herausgebrochen wurden in dem Bereich, in dem sogenannte Lerninseln entstehen. An anderer Stelle wurden zusätzliche eingezogen: Die Verwaltung wird neu eingeteilt, um zusätzliche Besprechungsräume zu schaffen. Zurzeit arbeiten zehn bis 20 Bauarbeiter an der Generalsanierung. „Das wird aber noch deutlich mehr werden“, sagt der Hauptamtsleiter. Unter anderem mit Estricharbeiten, Bodenlegen, Schreinern und Elektroinstallation kommen immer mehr Gewerke hinzu.

Eine Baustelle bringt immer Lärm und Schmutz mit sich – beides fördert nicht unbedingt die Konzentration. Das Zusammenleben von Schülern und Lehrern auf der einen und Handwerkern auf der anderen Seite läuft aber reibungslos, sagt Schulleiter Christoph Strödecke. „Das Thema Lärm ist gut gelöst, da darauf geachtet wird, dass solche Arbeiten außerhalb der Schulzeit stattfinden“, sagt er. Und wenn es doch zu laut ist, sei nur ein Anruf nötig, so der Schulleiter.

Auch in Sachen Schmutz komme das Landratsamt seiner Aufsichtspflicht nach und nehme die Handwerker in die Pflicht, die getrennten Zonen von Schule und Baustelle einzuhalten, lobt der Direktor. Schwierig seien aber die fehlenden Klassenzimmer: „Das ist eine logistische Herausforderung.“

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