Das Bild zeigt Andreas Rottmüller, Andreas Rottmüller, Marin Huber, Sascha Ernstberger, Dr. Sabine Gus-Mayer und Alexander Totzauer.
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Die neue Führungsriege der CSU: Der neue Ortschef Martin Huber (2. v. li.) mit (v. li.) Andreas Rottmüller (Stellvertreter), Sascha Ernstberger (Digital-Beauftragter), Dr. Sabine Gus-Mayer (Stellvertreterin) und Alexander Totzauer (Schriftführer).

Martin Huber löst Ewald Kailberth ab

Generationenwechsel bei der CSU: „Ein saugutes Team“

  • Doris Schmid
    vonDoris Schmid
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Die Geretsrieder CSU hat einen neuen Chef: Martin Huber führt den Ortsverband künftig. Der 37-Jährige aus Gelting ist in der Politik kein Unbekannter.

Geretsried – Generationswechsel bei der Geretsrieder CSU: Der 37 Jahre alte Polizeibeamte Martin Huber aus Gelting führt den 136 Mitglieder starken Ortsverband künftig an. Er folgt wie berichtet auf Ewald Kailberth (61), der sich aus dem Ortsvorstand zurückgezogen hat.

Huber ist kein unbekanntes Gesicht: Er führte zwei Jahre lang die Geschäfte im Ortsverband und sitzt seit den jüngsten Kommunalwahlen für die Christsozialen im Stadtrat. Es seien große Fußstapfen, in die er da trete, sagte der verheiratete Vater von zwei Kindern nach der Wahl. „Aber wir haben ein saugutes Team am Start“, meinte der 37-Jährige. Er hofft, dass man in den nächsten Jahre zu einem „gut funktionierenden Haufen“ zusammenwachse und alle an einem Strang ziehen. Er wolle ein paar frische Ideen einbringen, aber auch auf die Erfahrung und das Wissen seiner Parteifreunde bauen, kündigte Huber an.

Trotz Corona: Persönliche Wahl ist vorgeschrieben

Aufgrund der Satzung des Ortsverbands sei es notwendig gewesen, dass sich die Mitglieder auch in Corona-Zeiten persönlich treffen, erklärte der scheidende Ortschef Kailberth zu Beginn der Versammlung in den Ratsstuben. Der Postbeamte im Ruhestand blickte auf seine zehnjährige Amtszeit zurück und erinnerte an die größten Erfolge: Seit 2014 wird das Rathaus mit Michael Müller wieder von einem CSU-Bürgermeister geführt, und die Sitze am Ratstisch konnte die Fraktion annähernd halten. Hörbar gerührt dankte der 61-Jährige seinen Vorstandskollegen für deren Unterstützung. Ebenfalls nicht mehr zur Wahl stellte sich Kassier Werner Bauer. Der Geretsrieder hatte dieses Amt 45 Jahre ausgeübt. Nie habe es einen Grund zur Beanstandung gegeben, bescheinigten ihm die Kassenprüfer.

Nach Jahrzehnten an vorderster Front zieht sich Ewald Kailberth zurück - und wird beschenkt

Kailberths Amtsvorgänger Gerhard Meinl hatte den Ortsverband 24 Jahre lang geleitet. Er unterstrich, was die Volkspartei auszeichne: Sie sei stark, solide und dauerhaft. Es gebe Erfolge und Misserfolge, manchmal auch Kritik von außen. „Das ist nicht immer schön“, meinte der langjährige Stadtrat und Dritte Bürgermeister. Aber Kontinuität und das Übernehmen von Verantwortung seien wichtige Faktoren. Kailberth war 18 Jahre Geschäftsführer, bevor er den Ortsvorsitz übernahm. „Was ihn auszeichnet, ist sein ausgleichender Charakter“, sagte Meinl. Er hätte ihm – ebenso wie Bauer – gerne mehr als lobende Worte entgegengebracht. Aber aufgrund der Corona-Beschränkungen war das nicht möglich. Ehrungen und eine Feier sollen nachgeholt werden. Für Kailberths Nachfolger hatte Meinl ein Geschenk dabei: einen alten CSU-Pultbehang mit dem Spruch „Ohne Herkunft keine Zukunft“.

Huber wurde mit drei Nein-Stimmen und einer ungültigen Stimme von insgesamt 29 Wahlberechtigten zum Ortschef gewählt. Ihm zur Seite stehen seine Stellvertreter: Diplom-Biologin Dr. Sabine Gus-Mayer, Krankenschwester Sabine Lorenz und Schreinermeister Andreas Rottmüller, die ebenfalls Mitglieder der CSU-Stadtratsfraktion sind. Im Amt bestätigt wurde Schriftführer Alexander Totzauer (Student). Neu im Vorstand sind Kassier Andreas Lang (Betriebswirt) und Sascha Ernstberger. Der Soldat übernimmt das neu geschaffene Amt des Digital-Beauftragten. Zu Beisitzern gewählt wurden Franz-Josef Donath, Gerhard Knill, Gerhard Meinl, Andreas Ofenbeck, Dr. Josef Orthuber, Florian Sachers, Christos Saridis und Marion Wedershoven. nej

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