Geothermie-Bohrplatz der Firma Enex am Hofgut Breitenbach in Gelting
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Der Bohrturm kehrt auf das Hofgut Breitenbach zurück.

Firma Daldrup erhält Auftrag für Forschungsprojekt

Geothermie: Im zweiten Quartal soll’s losgehen

  • Doris Schmid
    vonDoris Schmid
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Neuigkeiten in Sachen Geothermie: Das Bohrunternehmen Daldrup & Söhne kehrt nach Gelting zurück.

Gelting/Oberhaching – Laut Pressemitteilung wurde das Unternehmen von der Ruhr-Universität Bochum beauftragt, im Rahmen des Forschungsvorhabens auf dem Hofgut Breitenbach die 5700 Meter lange Bohrung der Enex Power Germany zu komplettieren. Es geht darum, Untersuchungen über die Möglichkeiten einer weiteren Erschließung durchzuführen. Der Projektwert bewegt sich nach Angaben von Daldrup im oberen einstelligen Millionenbereich.

Wie berichtet konnte für das Forschungsprojekt „Zokrates“ noch im Dezember 2020 die Genehmigungsplanung beim Bergamt eingereicht werden. Bei dem Projekt geht es darum, einen Weg zu finden, die sogenannten Felsklüfte in dem 5700 Meter tiefen Bohrloch offenzuhalten. Diese verschließen sich aufgrund des hohen Drucks beim Abpumpen und verhindern, dass ausreichend heißes Wasser nach oben gefördert werden kann. Die Idee der Forscher ist, Wasser und Sandkörner als Stützmittel in die Tiefe zu befördern, um die Klüfte offenzuhalten.

Die Bohrarbeiten sollen bereits im zweiten Quartal dieses Jahres beginnen. „Das Verbund-Forschungsvorhaben ist ein weiterer Schritt, eine Erschließung geothermischer Energie in Regionen zu ermöglichen, die bisher für eine hydrothermale Erschließung ungeeignet scheinen“, teilt Vorstandssprecher Andreas Tönies mit. Die Ergebnisse sollen dabei helfen, die „enormen Potenziale der Geothermie als konstante und grundlastfähige Technik zur Strom- und Wärmeproduktion effizienter zu nutzen“, so der Vorstandssprecher.  

nej

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