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Großes Projekt: In Gelting wird auf der Suche nach heißem Wasser bis in eine Tiefe von mehr als 6000 Metern gebohrt.

Geothermie in Gelting

Zweiter Versuch mit neuem Investor

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Geretsried - Im zweiten Versuch soll es klappen: Noch im April soll auf dem Hofgut Breitenbach bei Gelting wieder nach heißem Wasser gebohrt werden. Möglich machen dies neue Investoren.

Bei den Investoren handelt es sich laut Pressemitteilung um Fonds, die von der Münchner Beteiligungsgesellschaft Auctus beraten werden. Projektinitiator Enex Power bleibt an Bord: Zum einen als Mitgesellschafter, zum anderen soll sich die Firma weiterhin um das Projektmanagement kümmern.

Die erste, 35 Millionen Euro teure Bohrung vor knapp vier Jahren fehlgeschlagen. Bis in eine Tiefe von 5000 Metern hatte man sich vorgewagt. Mit 6036 Metern war es seinerzeit die längste Geothermiebohrung Europas. Was folgte, waren Analysen und strukturgeologische Überprüfungen. „Sie zeigten, das das ursprüngliche Bohrziel falsch gewählt war“, heißt es in der Pressemitteilung der Enex GmbH. Zugleich hätten Analysen aber auch gezeigt, dass aus der bestehenden Bohrung heraus Bereiche mit erheblichen Thermalwassermengen erschlossen werden können. Es sei eine Temperatur von deutlich über 150 Grad zu erwarten. Erreicht werden sollen diese Bereiche mit Hilfe einer Ablenkbohrung. Das bedeutet: An einer Stelle zweigt ein Bohrpfad ab. In Kürze sollen die Arbeiten daran und die Pumptests beginnen.

Im Erfolgsfall gibt es eine weitere Bohrung am zwei Kilometer entfernten Tierheim. Dort soll das Wasser nach dem Entzug der Wärme unverändert in den Untergrund geleitet werden. Anschließend möchte man ein Geothermie-Kraftwerk zur regenerativen Stromerzeugung errichten. Enex will mit den Geretsrieder Stadtwerken zusammenarbeiten: „Es ist eine Übergabestation zur Versorgung der Stadt mit Fernwärme geplant“, heißt es. Ebenso zusammenarbeiten will Enex mit zwei geologischen Fachunternehmen, der Technischen Universität München und dem Leibnitz-Insitut für Angewandte Geophysik in Hannover. 

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