In Gelting startete Enex im Frühjahr einen zweiten Bohrversuch.
+
In Gelting startete Enex im Frühjahr einen zweiten Bohrversuch.

Hofgut Breitenbach in Gelting

Geothermieprojekt zum zweiten Mal gescheitert

„Enttäuschende Ergebnisse“ am Hofgut Breitenbach in Gelting: Enex ist nicht auf genug Thermalwasser gestoßen. Nun wird untersucht, ob es sich um ein lokales Phänomen handelt.

Gelting – Die Geothermiebohrung am Hofgut Breitenbach in Gelting brachte nicht den gewünschten Erfolg. „Die Pumpversuche führten zu sehr enttäuschenden Ergebnissen“, erklärte Enex am Dienstag in einer Pressemitteilung.

Fündigkeit ist ungenügend

Fündigkeit ist ungenügend

Wie berichtet hatte das Unternehmen nach einer ersten nicht erfolgreichen Bohrung nahe der Herrnhauser Straße über drei Jahre später im Frühjahr mit einer sogenannten Ablenkbohrung begonnen. Diese verlief vielversprechend, die anschließenden Pumpversuche aber zäh. „Es konnte nur eine geringe Schüttung zutage gefördert werden“, so Enex. Die Fündigkeit sei ungenügend. Heißt: Die erhoffte Fördermenge von mehr als 50 Liter Thermalwasser pro Sekunde kann nicht aus dem Bohrloch gepumpt werden.

Wissenschaftliche Untersuchung für benachbarte Geothermieprojekte von Bedeutung

Diese Erkenntnis bedeutet noch nicht das Ende des Standorts in Gelting. Ob das Hofgut Breitenbach wissenschaftlich genutzt werden kann, steht noch nicht fest. Die zweite Bohrung, die am Tierheim geplant war, schließt Enex zum jetzigen Zeitpunkt aber aus, auch wenn die Option weiterhin bestehe. Die Bohrkerne wurden entnommen und werden derzeit im Rahmen der begleitenden Förderprojekte analysiert. „Es ist insbesondere zu untersuchen, ob es sich um ein rein lokales Phänomen handelt oder um ein regionales in der weiteren Umgebung von Geretsried.“ Dies sei für benachbarte Geothermieprojekte von Interesse.

Für Geretsried bedeutet die Nachricht vom Hofgut Breitenbach, sich umzuorientieren, um die gesetzten Klimaschutzziele zu erreichen. „Wir hoffen irgendwie doch noch auf ein Wunder“, sagte Bürgermeister Michael Müller in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am Dienstagabend. Dennoch setze die Stadt auf Insellösungen. „Der Einsatz von regenerativen Energien ist wichtig“, so Müller.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare