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Sie sind die Initiatoren des Bürgerbegehrens (v.li.): Arnold Schmidt, Peter Hirschberger, Doris Semmler, Peter Tobisch, Patrik Kohlert, Dr. Elmar Immertreu, Marc Kaufmann, Peter Eberhard und Eva Eberhard.

Umstrittene Pläne am Karl-Lederer-Platz

2.436 Unterschriften für Bürgerbegehren

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Die Initiatoren des Bürgerbegehrens gegen die Zentrumsentwicklung haben am Donnerstagvormittag 133 Unterschriftenlisten mit 2.436 Unterschriften im Rathaus abgegeben. Damit haben sie das nötige Quorum von 1546 erreicht. Die Bauherren am Karl-Lederer-Platz fühlen sich davon nicht beeinträchtigt.

Geretsried – Gut zwei Wochen lang lagen die Unterschriften-Listen aus, Plakate und eine Internetseite machten auf das Bürgerbegehren aufmerksam. Für die Initiatoren, darunter Peter Eberhardt, Dr. Elmar Immertreu und Patrick Kohlert, hat sich die Mühe gelohnt. Am Mittwoch vermeldeten sie den Stand von 2.000 Unterschriften, 1.546 wären nötig gewesen. An diesem Donnerstag haben sie die Listen im Rathaus abgeben. „Ich hoffe, dass die Stadträte dann begreifen, dass sie etwas beschlossen haben, das nicht im Sinne aller Bürger ist“, sagt Kohlert.

Bürgermeister Michael Müller zeigt sich nicht überrascht über das Erreichen des Quorums. „Dass es bei so einem Projekt Befürworter und Gegner gibt, bleibt nicht aus.“ Ob das Bürgerbegehren unzulässig ist, wie Dritter Bürgermeister Gerhard Meinl in einem Leserbrief angemerkt hat, könne man noch nicht sagen, so Müller. „Wir prüfen die Unterschriften und stellen fest, ob das Bürgerbegehren zulässig oder unzulässig ist.“ Davon sei abhängig, wie es dann weitergeht.

Den Initiatoren des Bürgerbegehrens zu hoch und zu breit: Das geplante Gebäude „Puls G“. grafik: Kehrbaum Architekten AG

Wie berichtet liegen den Bauherren – das Unternehmen Krämmel plant das Wohn- und Geschäftshaus „Puls G“ und die Projekt KLP UG das angrenzende „Centrum 20“ – bereits die Baugenehmigungen vor. „Somit hat das Bürgerbegehren keine Auswirkung auf unser Vorhaben. Die Baustelle läuft“, sagt Korbinian Krämmel. Dem schließt sich Ludwig Hölzl von der Projekt KLP UG an. „Einen fahrenden Zug kann man nicht aufhalten. Ich gehe davon aus, dass die Stadt dazu steht, was sie beschlossen hat“, erklärt Hölzl.

Der Zeitpunkt – die bestehenden Gebäude werden abgerissen, im Frühsommer soll es an die Baugrube gehen – sei aber unangenehm, sind sich die Bauherren einig. „Das ist Stimmungsmache“, sagt Hölzl. Dabei sei schon viel Geld investiert worden. „Wir haben Gespräche mit den Initiatoren geführt, die offen und konstruktiv waren“, sagt Krämmel. Dass nun versucht werde, die Stadt in Ketten zu legen, findet er schade. „Die Zentrumsentwicklung ist eine Riesenchance, die sich wenigen Städten bietet.“

Das Bürgerbegehren richtet sich gegen die Satzungsbeschlüsse zu den Bebauungsplänen am Karl-Lederer-Platz 14, 16, 18 und 20. Ziel ist, dass die Stadt erneut in den Planungsprozess einsteigt und die Höhe des geplanten siebenstöckigen Gebäudes reduziert. Außerdem wollen die Initiatoren die Größe des Platzes erhalten. Ein paar Listen liegen noch weitere zwei Wochen aus und werden nachgereicht, „um dem Interesse noch mehr Gewicht zu verleihen“.

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