Baugenossenschaft will drei Mehrfamilienhäuser errichten

50 neue Mietwohnungen im Blumenviertel

Die Baugenossenschaft Geretsried (BG) will auf den Grundstücken zwischen Siebenbürger Straße und dem Veilchenweg drei Mehrfamilienhäuser errichten. Zudem soll in etwa 100 Metern Entfernung neben dem Rosenweg 41 ein Parkhaus entstehen.

Geretsried –  Die dafür notwendige Bebauungsplanänderung wurde im Entwicklungs- und Planungsausschuss am Dienstag vor allem von Stadträtin Karin Schmid (CSU) kritisiert.

Die Neuplanung, die nun statt 35 zirka 50 Wohneinheiten in drei Mehrfamilienhäusern bietet, wird laut BG „zu 100 Prozent“ aus Mietwohnungen bestehen. In Zusammenarbeit mit der Regierung von Oberbayern soll zudem die Eignung der Maßnahme für die öffentliche Förderung von Sozialwohnungen geprüft werden. Die erforderlichen Stellplätze sollen zum Teil in einer unter der Bebauung liegenden Tiefgarage nachgewiesen werden. Darüber hinaus ist am benachbarten Rosenweg ein Parkhaus mit Unter-, Erd- und Obergeschoss geplant. Es soll ungefähr 100 bis 105 Stellplätze bieten.

Karin Schmid Die Stadträtin kritisiert die zunehmende Parkplatznot durch die immer dichterwerdende Bebauung.

CSU-Rätin Schmid zeigte sich in der Ausschusssitzung am Dienstagabend skeptisch, dass damit die Parkplatznot in diesem dicht besiedelten Viertel gelöst werden kann. „Wir klotzen immer mehr Wohnungen rein, und die Straßen werden nicht angeglichen“, kritisierte sie. Schon jetzt sei aufgrund von seitlich am Straßenrand parkenden Autos kaum noch ein Durchkommen.

Beate Paulerberg von den Grünen befürchtet ein erhöhtes Verkehrsaufkommen und Staus im Blumenviertel. Bauamtsleiter Jochen Sternkopf verwies darauf, dass der Verkehr vor allem über den Isardamm und die Böhmerwaldstraße abfließen könne.

Auf Nachfrage unserer Zeitung erklärt Geschäftsführer Wolfgang Selig, dass die Baugenossenschaft mit dem Bau des Parkhauses am Rosenweg für Entlastung sorgen will. Auf dem dafür vorgesehenen Grundstück stehen derzeit nur zwei alte Garagenreihen, in denen wesentlich weniger Fahrzeuge untergebracht werden können. „Wir wissen um das Parkplatzproblem, das seinen Ursprung in den 1960er-Jahren hat“, so Selig. Denn damals wurde an der Siebenbürger Straße in die Höhe gebaut – und aus heutiger Sicht zu wenig Stellplätze ausgewiesen. Das Neubauprojekt von drei Mehrfamilienhäusern sei schon vor neun Jahren in Planung gewesen. „Wegen unseres Großprojekts an der Sudetenstraße haben wir es dann aber zurückgestellt“, verdeutlicht der Geschäftsführer. „Nun haben wir Zeit dafür.“

Mit Ausnahme von CSU-Stadträtin Karin Schmid stimmten alle Mitglieder des Entwicklungs- und Planungsausschusses der Änderung des Bebauungsplans zu. Am Dienstag, 24. Oktober, wird sich der Stadtrat mit dem Thema befassen.

Peter Herrmann

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