Verlegung von Fernwärmeleitungen im Isarau-Stadion in Geretsried.
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Aufwendige Arbeiten: Auch im Isarau-Stadion wurden Fernwärmeleitungen verlegt.

Stadt investiert über 400 000 Euro in Fernwärmenetz

Alte Gasheizungen haben ausgedient

  • Doris Schmid
    vonDoris Schmid
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Alle neun kommunalen Gebäude rund um das Heizkraftwerk am Schulzentrum sind nun angeschlossen - ebenso wie die Realschule und das Gymnasium.

  • Ende 2018 wurde das Heizkraftwerk am Schulzentrum in Betrieb genommen
  • Seither wurden nach und nach kommunale Gebäude angeschlossen
  • Der Hauptteil der Wärme stammt aus Biomasse

Geretsried – Seit fast zwei Jahren ist das städtische Heizkraftwerk am Schulzentrum in Betrieb. Daran angeschlossen sind nun alle neun kommunalen Gebäude in der Umgebung sowie die Realschule und das Gymnasium. „Das Kraftwerk deckt voraussichtlich mindestens 40 Prozent des Wärmebedarfs unserer städtischen Liegenschaften“, teilt Thomas Loibl, Pressesprecher der Stadt Geretsried, auf Nachfrage mit.

Neues Schwimmbad größter Wärmeabnehmer

Schon länger mit Fernwärme versorgt werden das Schulzentrum, die Stadtbücherei und das Jugendzentrum Saftladen. Mit dem Schließen der Fassade im November vergangenen Jahres konnte auch das interkommunale Hallenbad mitangeschlossen werden, um den Rohbau mit Fernwärme zu beheizen. Das Schwimmbad wird einmal der größte Wärmeabnehmer sein.

Sanierung einer kompletten Heizungsanlage

Diesen Sommer wurden die Fernwärmeleitungen vom alten Hallenbad an der Jahnstraße zum Eisstadion und zur Bücherei umverlegt, sodass diese nun von der Bücherei bis zum Eisstadion durchlaufen. „Damit wird seit September 2020 auch das Eisstadion, das Mehrzweckgebäude Isarau und das Schützenheim mit nachhaltiger Wärme versorgt“, berichtet der Pressesprecher. Isarau-Gebäude und Schützenheim wurden bislang mit über 30 Jahre alten Gasheizungen betrieben. „Beim Mehrzweckgebäude wird derzeit zusätzlich der komplette Heizungsraum saniert“, so Loibl. Noch im Oktober sollen diese Arbeiten abgeschlossen sein. Die Errichtung des städtischen Wärmenetzes von der Bücherei bis zum Eisstadion wird insgesamt – für Tief-, Rohr- und Heizungsbau – etwa 423 000 Euro kosten.

Drei Millionen Euro in Heizkraftwerk investiert

In den Bau des Heizkraftwerks wurden rund drei Millionen Euro investiert. Zu rund 60 Prozent wird dort Wärme aus Hackschnitzeln erzeugt, die übrigen 40 Prozent liefern zwei Blockheizkraftwerke (BHKW) und ein Spitzenlast-Gaskessel. Die Gesamtleistung beträgt 600 Kilowatt. Der Hauptteil der Wärme stammt aus Biomasse.  

nej

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